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Münchner besonders gefährdet: Droht beim Fußball-Schauen Lebensgefahr?

Es droht Gefahr für Leib und Leben: Am heutigen Freitag (11. Juni) wird die Fußball-WM 2010 angepfiffen. Betroffen sind nicht nur Spieler und Zuschauer vor Ort in Südafrika, sondern auch Fans am heimischen Fernsehen. Dies geht zumindest aus einer jetzt vorgelegten Studie der Universitätsklinik Köln hervor.

In der Studie wurde ein “Versichertenkollektiv” von 7,2 Mio. Menschen auf die Häufigkeit von Herzinfarkten bei der zurückliegenden Weltmeisterschaft in 2006 untersucht.

Zusammenhang teilweise nachgewiesen

Tatsächlich konnten die Wissenschaftler vermehrt Herzanfälle an bestimmten Spieltagen der deutschen Mannschaft in 2006 feststellen. Das galt namentlich für die Spiele gegen Costa Rica, Polen, Argentinien und Italien.

Dennoch muss niemand angstschweiß-gebadet den Fernseher ausschalten. Denn für die Spiele der deutschen Nationalelf gegen Ecuador und Schweden wurde keine Zunahme der Herzinfarkte festgestellt.

Für dieses Faktum haben die Wissenschaftler eine einfache Erklärung: Die Häufigkeit von Herzattacken schwankt bekanntermaßen an unterschiedlichen Wochentagen. Mithin ergibt sich der Anstieg vornehmlich aus diesem Zyklus und nicht aus den WM-Spielen.

Münchner Zuschauer sind spannende Spiele einfach nicht gewohnt

Die Entwarnung gilt indes nur für weite Teile Deutschlands, nicht jedoch für die Region München. Denn für die bayerische Metropole wurde laut den Kölner Wissenschaftlern ein Zusammenhang mit den WM-Ereignissen nachgewiesen.

Hierzu heißt es in der Studie wörtlich: “Es stellt sich nun die Frage, ob nur Zuschauer in der Region München oder aber im gesamten Bundesgebiet bei spannungsgeladenen Spielverläufen der Gefahr von Herzinfarkten ausgesetzt sind. Denkbar wäre, dass Münchner Zuschauer besonders anfällig für Herzinfarkte sind, da sie spannende Spielverläufe, bei denen der Spielgegner durchaus gewinnen kann, nicht gewohnt sind.”

Folglich brauchen sich Fußballfans – außerhalb Münchens – für das erste WM-Spiel der deutschen Nationalelf am Sonntag (13. Juni) keine Sorgen zu machen. Denn nach dem wissenschaftlich nachgewiesenen Wochenzyklus ereignen sich am Sonntag besonders wenige Herzinfarkte. Auch das zweite WM-Spiel am Freitag (18. Juni) gegen Serbien findet an einem herzinfarktarmen Wochentag statt. Dagegen besteht für das Spiel am Mittwoch (23. Juni) gegen Ghana schon erhöhte Gefahr.

Steigt das Risiko bei erzwungener WM-Abstinenz?

Allerdings geben die Wissenschaftler keine Antwort auf die Frage, ob das Herzinfarktrisiko steigt, wenn Fans ein Spiel ihrer Nationalelf nicht sehen dürfen. Eben dieses Risiko besteht für das Serbienspiel, das am Freitag (18. Juni) um 13.30 – inmitten der Arbeitszeit – angepfiffen wird. Denn so manche Bank untersagt ihren Mitarbeitern das Mitfiebern.

Den offiziellen WM-Spielplan finden Sie hier.

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