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Zeit für Private Banker, sich bei der DZ-Bank zu bewerben?

Das Private Banking steht wieder hoch im Kurs – wie immer wenn Markturbulenzen die Erträge im Investmentbanking verhageln. Jetzt bläst auch die DZ-Bank zum Halali auf die Depots vermögender Kunden. DZ-Vorstandsmitglied Lars Hille kündigte gegenüber dem Handelsblatt an, den Private Banking-Bereich um 300 Mitarbeiter in den nächsten sieben Jahren aufzustocken.

Der Gesamtbestand an Vermögensverwaltern bei dem Spitzeninstitut der Genossenschaftsbanken würde somit auf insgesamt rund 1000 steigen. In einem ersten Schritt kündigte Hille die Einstellung von rund 50 Private Bankern sowie die Eröffnung von vier neuen Niederlassungenan in Deutschland an. Neben Frankfurt wurden als mögliche Standorte Düsseldorf, Hamburg, Hannover, München und Stuttgart genannt.

“Natürlich werden wir uns am Markt umsehen”

“Wir wollen vor allem Mitarbeiter aus dem genossenschaftlichen Verbund entwickeln. Das kann für viele Mitarbeiter eine tolle Entwicklungsperspektive sein,” ergänzte Hille. Ein Pluspunkt sei dabei die Akademie Deutscher Genossenschaften in Montabaur. Doch auch für auswärtige Kandidaten bestehen Chancen: “Natürlich werden wir uns auch am Markt umsehen. Wir haben aber nicht vor, ganze Teams zu uns zu holen”, hieß es weiter.

Obgleich in der Organisation der Genossenschaftsbanken für gewöhnlich die Institute vor Ort für den Kontakt zu Privatkunden verantwortlich ist, sieht Hille hier kein Konfliktpotenzial: “Wir wollen das, was wir den Volks- und Raiffeisenbanken an Unterstützung bieten können – Beratungsdienstleistungen und Produkte – näher an die einzelne Bank heranbringen. Unsere Initiative ist aber strickt subsidiär. Das heißt, die einzelne Bank vor Ort bestimmt selbst, in welchem Umfang sie mit uns kooperieren wird.”

Bestandskunden als Zielgruppe ausgemacht

Bisher haben die Genossenschaftsbanken im Geschäft mit den vermögenden Privatkunden das Nachsehen und kommen nur auf einen Marktanteil von wenigen Prozentpunkten. Als Private Banking-Kandidaten betrachtet die DZ-Bank Kunden mit einem Vermögen ab rund 250.000 Euro.

Hille rechnet mit einen zusätzlichen Anlagevermögen von bis zu 200 Mrd. Euro. “Aber selbst, wenn es nur 50 Mrd. Euro wären, lohnt es sich, das Potenzial für die genossenschaftliche Organisation zu heben”, sagt Hille.

Der DZ-Vorstand macht die Zielgruppe in den bestehenden Kundenstamm aus: “Wir reden dabei über das Geld von Bestandskunden der Volks- und Raiffeisenbanken: Das ist etwa der Firmenkunde, der schon eine tiefe Kundenbeziehung zu seiner Volksbank hat, sein privates Vermögen aber bei einem Wettbewerber anlegt. Wir haben nicht irgendeine Zahl ausgerechnet, die wir auf der grünen Wiese akquirieren müssen.”

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