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Deutsche Bank schafft binnen Jahresfrist weltweit 3.400 neue Arbeitsplätze

Bei all dem Ballihoo um die geschönten Quartalszahlen der Deutschen Bank ist das Thema Arbeitsplätze nur unzureichend beleuchtet worden.

Im Vergleich zum vergangenen Jahr hat der Branchenprimus die Mitarbeiterzahl weltweit kräftig aufgestockt.

Zwar haben seit Ausbruch der Finanzkrise rund 1.700 Investmentbanker ihren Job verloren, dennoch arbeiteten Ende September unterm Strich knapp 3.400 mehr Menschen bei Deutschlands “führender globaler Investmentbank mit einem bedeutenden Privatkundengeschäft” als vor einem Jahr.

Die Verluste im Investmentbanking wurden von anderen Bereichen entsprechend überkompensiert. Während der Bereich Privatkunden/Vermögensverwaltung binnen Jahresfrist um 1.500 Mitarbeiter zulegte, kletterte die Stellenzahl in der Infrastruktursparte um knapp 3.500 Stellen.

Im Vergleich zu Ende Juni hat der Bereich Corporate-Investmentbanking netto 67 Arbeitsplätze auf 15.547 abgebaut. Im gleichen Zeitraum stieg die Mitarbeiterzahl im Privatkundengeschäft und in der Vermögensverwaltung weltweit um 432 auf 32.098. Das Infrastrukturgeschäft verzeichnete derweil einen Stellenzuwachs von 691 auf 33.637.

Da im Zeitraum von Juli bis September zahlreiche Banken wegen der Finanzkrise massive Stellenstreichungen angekündigt haben, ist die Entwicklung bei der Deutschen Bank um so höher einzuschätzen.

Fraglich bleibt freilich, wie sich das vierte Quartal entwickeln wird. Nachdem die führenden Nationalregierungen und Notenbanken den darbenden Banken mit Milliardenspritzen unter die Arme gegriffen habe, ist die Hoffnung groß, dass sich die Situation an den Finanzmärkten allmählich entspannen wird.

Entsprechend dürfte der Druck nachlassen, aus Kostengründen kurzfristig die Personalaxt schwingen zu müssen.

Das gilt vor allem für die Deutsche Bank. Die hatte ohnehin erst vor drei Wochen angekündigt, bis 2011 rund 1.250 zusätzliche Stellen für Privatkundenbetreuer schaffen zu wollen.

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