Citigroup plant für Deutschland keine weitere Entlassungen

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Die angeschlagene US-Großbank Citigroup plant nach dem Verkauf ihrer deutschen Privatkundentochter an die französische Credit Mutuel keinen Rückzug aus Deutschland. "Die Citi bleibt hier", sagte Deutschland-Chef Maurice Thompson am Donnerstagabend in Frankfurt. Deutschland sei drittgrößter Markt für die Bank und daher unverändert Kernbestandteil der Gesamtstrategie.

Nachdem das Institut in Deutschland im vergangenen Jahr jeden fünften Job gestrichen hat, sind weitere Kürzungen nicht geplant. Derzeit arbeiten noch 550 Mitarbeiter bei der nun auf Firmenkunden und Investmentbanking spezialisierten Deutschland-Tochter.

Im laufenden Jahr will sich die Citigroup - wie andere Banken auch - auf die Beratung von Firmen konzentrieren, die saniert werden müssen. Restrukturierung und Liquiditätsmanagement seien die Themen des Jahres, sagte Vorstandsmitglied Stefan Wintels.

Nich nur Firmen aus der Finanzbranche hätten einen enormen Kapitalbedarf. In der Krise ergeben sich auch attraktive Kaufgegelegenheiten für kapitalstarke Unternehmen, so Wintels. Die Citigroup will sich dabei im M&A-Geschäft - gemessem am Volumen der Übernahmen - unter den drei größten Häusern in Deutschland festsetzen. 2008 war die Bank nach eigenen Angaben Nummer fünf.

Trotz der Krise will die Bank in Deutschland die Kreditvergabe nicht einschränken. Das Kreditvolumen sei im vergangenen Jahr etwa konstant geblieben und liege im mittleren zweistelligen Milliardenbereich. "Das wird auch so bleiben", sagte Thompson. Die Risikovorsorge bereite ihm derzeit noch kein Kopfzerbrechen.

Zu den 150 Hauptkunden der Citigroup in Deutschland zählen insbesondere Großkonzerne. Vor allem die mittelständischen Firmen in Deutschland beklagen, dass sie immer mehr Schwierigkeiten haben, an Kredite zu kommen.

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