Deutsche Bank baut 30 Prozent der Global-Markets-Stellen in Moskau ab

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Die Deutsche Bank streicht nun auch das Investmentbanking in Moskau zusammen. Bis zu 30 Prozent der Belegschaft müssen ihre Büros räumen, berichtet Wealth Bulletin.

Damit wäre der personelle Aderlass doppelt so hoch wie in anderen Ländern. Vor zwei Wochen war bekanntgeworden, dass der Bereich Global Banking weltweit 900 Mitarbeiter - das entspricht 15 Prozent der Belegschaft - entlassen wird.

Zehn Research-Mitarbeiter seien bereits entlassen worden, berichtet Wealth Bulletin unter Berufung auf einen Bankangestellten. Den Mitarbeitern sei mitgeteilt worden, dass 30 Prozent der Angestellten über alle Global-Banking-Bereiche hinweg, ihre Jobs verlieren würden. Bis vor kurzem beschäftigte die Deutsche Bank noch 950 Mitarbeiter in Moskau.

Global Banking vereint sämtliche Verkaufs-, Handels-, Strukturierungs- und Analyseaktivitäten im Geschäft mit einer Vielzahl von Finanzprodukten. Dazu zählen Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Derivate, Devisen, Geldmarktinstrumente, verbriefte Forderungen und private Hypothekendarlehen sowie zusammengesetzte (hybride) Produkte.

Von den Stellenstreichungen nicht betroffen ist das Corporate-Finance-Geschäft bestehend aus der Fusionsberatung (M&A), dem Finanzierungsgeschäft bei Gewerbeimmobilien, mit Fremd- (LDCM) und/oder Eigenkapital (ECM), Asset Finance & Leasing (AFL) sowie die globale Kreditvergabe an Unternehmen.

Mit dem Einstieg bei der United Financial Group (UFG) vor vier Jahren und der späteren Übernahme für 700 Mio. Dollar war die Deutsche Bank zu einer der führenden Investmentbanken in Russland aufgestiegen.

UFG gehörte in den vergangenen Jahren stets zu den führenden drei Banken im Bereich Fusionsberatung sowie Fremd- und Eigenkapitalfinanzierung.

Während sich ausländische Banken am Finanzplatz Moskau bislang mit Entlassungen zurückgehalten haben, waren russische Banken nicht so zimperlich. Troika Dialog, Renaissance Capital, Alfa-Bank und Uralsib haben wegen der Auswirkungen der Finanzkrise bereits 1.000 Mitarbeiter vor die Tür gesetzt.

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