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Apobank arbeitet Krise ab: 45 Mitarbeiter sollen für Vertriebsoffensive eingestellt werden

Nach dem verunglückten Ausflug in die Welt der strukturierten Wertpapiere konzentriert sich die Deutsche Apotheker- und Ärztebank wieder auf das Kreditgeschäft und die Zahlungsabwicklung für Ärzte und Apotheker.

Für die “Vertriebsoffensive” hat Deutschlands größte Genossenschaftsbank im abgelaufenen Geschäftsjahr 90 neue Kundenbetreuer eingestellt, wie die Apobank jetzt mitteilte. Auch in 2010 sollen bis zu 45 neue Vertriebsmitarbeiter zusätzlich eingestellt werden, wie eine Sprecherin des Düsseldorfer Instituts ergänzte.

Somit stieg die Zahl der Mitarbeiter in 2009 um 3,8 Prozent auf 2350 Beschäftigte. Der Personalaufwand wuchs in dem gleichen Zeitraum um 18,9 Prozent auf 218 Mio. Euro. Den überproportionalen Anstieg der Personalkosten führte die Unternehmenssprecherin auf Rückstellungen zurück, die für das Outsourcen der IT gebildet worden seien.

Aufgrund der Verluste durch das Altgeschäft mit strukturierten Wertpapieren musste die Apobank erstmals in ihrer über 100jährigen Geschichte einen Verlust von 283,1 Mio. Euro ausweisen. In diesem Kontext wurde die Risikovorsorge auf 588,4 Mio. Euro mehr als verdoppelt und die Kernkapitalquote sank von 12,8 auf 10,2 Prozent.

“Mit diesem Jahresabschluss ziehen wir einen Schlussstrich unter die Vergangenheit, nachdem wir die Risikovorsorge angemessen dotiert und den konsequenten Abbau des Portfolios strukturierter Finanzprodukte eingeleitet haben. Wir haben nun alle Voraussetzungen geschaffen, um uns voll und ganz auf die Geschäftspotenziale in unserem Kerngeschäft zu konzentrieren und damit wieder an die erfolgreiche Zeit vor der Finanzkrise anzuknüpfen”, sagte Apobank-Chef Herbert Pfennig.

Da die Finanzmärkte noch immer nicht zur Normalität zurückgekehrt seien, wagte Pfennig keinen konkreten Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Dennoch rechnet die Genossenschaftsbank für 2010 wieder mit einem Jahresüberschuss.

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