☰ Menu eFinancialCareers

Sind die Angelsachsen Schuld an der Weltwirtschaftskrise?

Auf junge Männer und Männer in Anzügen draufzuschlagen war gestern – heute wird der bescheidene Angelsachse zum Sündenbock für die Finanzkrise verantwortlich gemacht.

Zuerst hatte der brasilianische Präsident Lula mit den Fingern auf “Weiße mit blauen Augen” gezeigt, dann erklärte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück die Krise zu einem angelsächsischen Problem. Nun hat Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy zu einem Rundumschlag gegen die “Angelsachsen” ausgeholt – und vor einem Scheitern des G20-Gipfels gewarnt, der am Mittwoch und Donnerstag in London stattfinden wird, sollte der Rest der Welt seinen Vorschlägen zur Regulierung der Finanzmärkte nicht folgen.

Der angelsächsische Kapitalismus bezieht sich auf ein System, in dem der Staat kaum in die Wirtschaft eingreift, die Steuern vergleichsweise niedrig und der Sozialstaat vergleichsweise klein sind. Religiöse Grundlage, lehrte uns der große Soziologe Max Weber, ist übrigens das protestantische Arbeitsethos.

Kein Wunder also, dass gerade die amerikanischen Investmentbanken als Archetyp dieses Wirtschaftsmodells gelten – und dass europäische Institute wie Deutsche Bank, UBS und Credit Suisse dieses Modell längst kopiert haben.

Was meinen Sie? Hätte die Weltwirtschaftskrise verhindert werden können, wenn alle Banken ein bisschen mehr aussähen wie die französische SocGen?

Kommentare (3)

Comments
  1. Privat- und Firmenkundenberater haben die Krise natürlich nicht verursacht.

  2. Politiker sind genauso Versager für viele Topmanager. Tatsächlich wollen Steinbrück und Konsorten nur von ihren eigenen Fehlern ablenken.

  3. Niemand ist schuld, also wir alle.

Ihr Kommentar wird gerade geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung wird es live gestellt.

Antworten

Pseudonym

E-Mail

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier