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Milliardenverlust im vierten Quartal belastet Deutsche Bank

Lange haben Märkte und Mitarbeiter auf ein Signal der Deutschen Bank gewartet. Jetzt ist es da!

Das Frankfurter Institut, das gerade versucht, die Post-Tochter Postbank zu übernehmen, ohne unter Einfluss des Staates zu geraten, hat im vierten Quartal ein Minus von 4,8 Mrd. Euro erwirtschaftet. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern nun einen Verlust von 3,9 Mrd. Euro.

Verantwortlich für die roten Zahlen ist das Investmentbanking, vor allem der Handel mit Kreditprodukten einschließlich des Eigenhandels, das Aktienderivategeschäft und der Aktieneigenhandel, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Aber auch für das Asset and Wealth Management erwartet die Bank im vierten Quartal 2008 einen Verlust. Der ergebe sich aus einer Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte bei DWS Scudder und Zuschüssen zu den Geldmarktfonds.

An schlechte Nachrichten gewohnte Headhunter sind jedenfalls relativ entspannt. Wenn sich die Märkte nicht bald erholen – und derzeit gibt es dafür keine Anzeichen – dann würden die Investmentbanken in der Mainmetropole nicht an einer erneuten Kündigungswelle vorbeikommen, sagt ein auf Financial Markets spezialisierter Berater, der lieber anonym bleiben möchte.

Neben der Deutschen Bank haben die Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse sowie führende US-Investmentbanken wie Morgan Stanley, Goldman Sachs, JP Morgan, Citigroup und Merrill Lynch in den vergangenen zwölf Monaten in mehreren Runden Frontoffice-Mitarbeiter entlassen.

Unklar bleibt, was diese Zahlen für die Beschäftigten in Deutschland bedeuten. Nach Angaben eines Pressesprechers sind nur wenige Mitarbeiter hierzulande im Eigenhandel tätig. Das Gros des Geschäfts fällt in London an. Und dort überschlagen sich seit Wochen die Ereignisse, gibt praktisch jeden Tag eine in- oder ausländische Bank den Abbau von hunderten Stellen bekannt.

Dagegen soll

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