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Für Deutsche wird die Schweiz unattraktiver – dennoch bleibt die Zuwanderung auf hohem Niveau

Die Attraktivität der Schweiz für Deutsche hat nach dem Höhepunkt in 2008 in 2009 einen Dämpfer erlitten, wie aus den jetzt veröffentlichten Zahlen der Schweizerischen Bundesamtes für Statistik hervorgeht. Demnach wuchs die Zahl der deutschen Staatsbürger, die in der Schweiz leben, um etwa 20.700 an, was immerhin gut 39 Prozent weniger sind als in 2008.

Allerdings hatte die Nettozuwanderung der Deutschen in 2008 mit gut 34.000 einen Rekordwert erreicht. So hatte die Nettozuwanderung aus dem nördlichen Nachbarland beispielsweise in 2002 noch bei unter 9000 Personen gelegen.

Quelle: Bundesamt für Statistik

Die Experten vom Bundesamt für Statistik in Neuchâtel führen diese Entwicklung auf die Einführung der völligen Personenfreizügigkeit mit der EU in 2008 sowie auf die verschlechterte Wirtschaftslage in 2009 zurück.

Dabei ist auch das Verhältnis der Deutschen, die die Schweiz verlassen, gegenüber den Einwanderern gestiegen. So betrug der Anteil der Abwanderer an den Zuwanderern in 2007 und 2008 lediglich gut 25 Prozent. Dagegen ist dieser Anteil in 2009 auf knapp 40 Prozent in die Höhe geschnellt, was ebenfalls für eine verminderte Attraktivität der Schweiz spricht.

Quelle: Bundesamt für Statistik

Insgesamt legte die Wohnbevölkerung in der Schweiz um etwa 84.000 oder 1,1 Prozent auf rund 7,8 Mio. Einwohner zu. Im Vorjahr hatte das Bevölkerungswachstum noch bei 1,4 Prozent gelegen.

Für diese Entwicklung war abermals ein Nettoüberschuss bei der Einwanderung in Höhe von rund 74.000 Personen verantwortlich, was jedoch um 24 Prozent niedriger ausfällt als in 2008. Der Überschuss der Geburten über die Todesfälle belief sich auf 15.800 Personen.

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