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Stellenabbau bei Commerzbank gewinnt in dritten Quartal an Fahrt

Nach der Übernahme der Dresdner Bank hat die Commerzbank begonnen, die Personalkosten drastisch zu kürzen. Das geht aus den Quartalszahlen hervor, die das Frankfurter Geldhaus am Donnerstag veröffentlicht hat.

So belastete der Personalaufwand die Bilanz von Juli bis September mit 2,3 Mrd. Euro – vor einem Jahr, vor der Übernahme der Dresdner Bank, waren es 2,5 Mrd. Euro. Die Mitarbeiterzahl (Vollzeitstellen) ist seit Jahresbeginn von 59.358 auf 55.137 (minus 7,1 Prozent) gesunken.

Während betriebsbedingte Entlassungen im Zusammenhang mit der Dresdner Bank bis Ende 2013 ausgeschlossen wurden, ist die Zahl der Vollzeitstellen vor allem durch Entlassungen im Investmentbanking in London, die Verkäufe von Tochtergesellschaften wie die Commerzbank (Schweiz) und die Dresdner Bank (Schweiz) sowie das Bankhaus Reuschel verringert worden.

Im Vergleich zum dritten Quartal 2008 ist die Zahl der tatsächlichen Mitarbeiter, einschl. Teilzeitkräfte, durch die Übernahme der Dresdner Bank von 42.893 auf 66.002 gestiegen.

Bereits am Montag Abend hatte die Bank die Märkte mit der Vorabbekanntgabe des Quartalsverlustes zu beruhigen versucht. Wegen Abschreibungen auf den Firmenwert der Tochter Eurohypo sowie Kosten für die Integration der Dresdner Bank erzielte die Commerzbank im dritten Quartal einen Fehlbetrag von knapp über einer Mrd. Euro.

Das mit Milliardengeldern vom Staat gestützte Institut musste allein im dritten Quartal für ausfallgefährdete Darlehen 1,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 900 Mio. Euro). Die Erhöhung sei vor allem auf Wertberichtigungen auf Kredite an ausländische Banken sowie im Immobilien- und Schiffsfinanzierungsgeschäft zurückzuführen.

Einen Gewinn wird die Bank in diesem Jahr nicht erwirtschaften. “Das zweite Halbjahr bleibt unverändert schwierig und die Commerzbank wird 2009 mit einem Verlust abschließen”, warnte Vorstandschef Martin Blessing. Wie hoch dieser Verlust sein wird, sagte er aber nicht.

“Die Risikovorsorge dürfte vorerst auf einem sehr hohen Niveau bleiben”, kommentierte DZ-Bank-Analyst Matthias Dürr die Zahlen.

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