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UBS erlaubt farbige Dessous und erklärt ihren Trainees, wieso sie in Russland niemals eine Einladung in die Sauna ausschlagen sollten

Für adrett gekleidete Banker wird der 17. Januar als Schwarzer Montag in die Geschichte eingehen. Nach ausgiebigem Gelächter in der Weltpresse macht die UBS einen Rückzieher von der Einführung ihres 44 Seiten langen Dresscodes. Dafür sollen die wichtigsten Kleidungsvorschriften bei der Schweizer Großbank auf magere vier Seiten zusammengestrichen werden.

Neben fleischfarbenen Dessous dürfen UBS-Mitarbeiterinnen künftig wohl auch rote Schlüpfer und farbigen Nagellack tragen. Auch die verordnete Knoblauch-Abstinenz wird voraussichtlich keine Wirklichkeit werden.

Mit dem Verzicht auf den Dresscode müssen die weiblichen UBS-Beschäftigten auf wertvolle Informationen verzichten wie etwa: “Die Unterwäsche stellt eines der intimsten Teile unserer Bekleidung dar. Daher darf sie nicht unbeachtet bleiben, ganz im Gegenteil, sie muss Ihnen perfekt passen, niemals zwicken, nicht in die Haut einschneiden und natürlich nicht unter ihrer Kleidung sichtbar sein.”

UBS kann keinen Imageschaden erkennen

“Der Dresscode befindet sich im allgemeinen Stadium der Überarbeitung. Über die UBS hat man sich lustig gemacht. Aber es hat keinerlei Reputationsschaden gegeben. Da bin ich sicher”, betont Unternehmenssprecher Peter Hartmeier.

Mithin herrscht im künftigen Dresscode Minimalismus vor. Männern wird ein weißes Hemd, rote Krawatte, dunkler Anzug, schwarze Schuhe und schwarzer Gürtel nahegelegt. Auf schmückende Erläuterungen wird leider verzichtet. “Jeder weiß, dass das Personal in unserer Bank sich um ein perfektes Aussehen bemüht”, ergänzt UBS-Sprecher Andreas Kern.

Allerdings ist auch bei der UBS noch nicht alle Hoffnung verloren. So weiht der Schweizer Branchenprimus seine Trainees mit einem Handbuch in die Geschäftsgepflogenheiten rund um den Globus ein. Demnach sollten die Nachwuchsbanker in Russland bei Geschäftsveranstaltungen nicht auf Alkohol verzichten und “niemals eine Einladung in die Sauna abschlagen.”

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