Gehaltskürzungen bei der Bundesbank?

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Das Düsseldorfer Handelsblatt berichtet über geplante Änderungen des Bundesbankgesetzes (BBG). Demzufolge soll die Bankzulage für Bundesbankmitarbeiter in der Zentrale in fünf Jahren von 19 auf 5% des Grundgehalts reduziert werden und für Beschäftigte in Filialen und Hauptverwaltungen ganz gestrichen werden. Betroffen von den geplanten Kürzungen sind knapp 12.800 Mitarbeiter der Bundesbank.

Das Bundesfinanzministeriums sieht mit dem Übergang der geldpolitischen Kompetenz von der Bundesbank auf die EZB die Grundlage der Zulage entfallen. Die Zulage sei höher als "alle ansonsten bedeutsamen Zulagen im Bundesbereich".

Der Berliner Verwaltungsrechtler Ulrich Battis hält dem Handelsblatt zufolge die Streichung in der Fläche für vertretbar, weil die Beschäftigten ihre "amtsangemessene Laufbahnbesoldung behalten". Eine Zulage in Höhe von 5% in der Frankfurter Zentrale bedeute immerhin noch eine Gleichbehandlung mit den Bundesministerien und sei damit ebenso hinzunehmen.

Die Bundesbank will die Zulage aber weiterhin zahlen dürfen, um auch weiterhin ein interessanter Arbeitgeber für talentierte Banker zu sein. Als öffentliche Institution darf die Bundesbank anders als ihre private "Konkurrenz" auf dem Arbeitsmarkt die Gehälter nicht frei aushandeln.

Rahmenbedingungen sollen begrenzte Gehälter kompensieren

So versucht die Zentralbank neben interessanten beruflichen Perspektiven mit einer Reihe attraktiver Rahmenbedingungen bei fähigen Bankern zu punkten: In vielen Arbeitsbereichen der Bundesbank gilt die gleitende Arbeitszeit.

Im Rahmen der so genannten "Wohnungsfürsorge" bietet die deutsche Notenbank ihren Mitarbeitern an den Standorten Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Mainz, München und Stuttgart, wo ein angespannter Wohnungsmarkt die Mieten in die Höhe treibt, eigene Wohnungen zur Miete an.

Des Weiteren fördert die Bundesbank Teilzeitbeschäftigung, Telearbeit und Beurlaubungen, um Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern. Darüber hinaus bietet ein Familienservice bei Bedarf Kinderbetreuungsmöglichkeiten wie Tagesmütter oder Kindergartenplätze an.

Auch eine Kürzung oder gar ein Wegfall der Bundesbankzulage also macht die Bundesbank nicht zu einem unattraktiven Arbeitgeber für jobsuchende Banker.

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