Spezialbanken suchen händeringend Restrukturierungsexperten

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Sanierungsexperten haben weiter Konjunktur. Während Großbanken versuchen, mit eigenem Personal notleidende Kredite "abzuwickeln", bauen kleine Spezialbanken dieses Geschäftsfeld weiter aus, seit immer mehr kleine und große Unternehmen im Zuge der Finanzkrise der Pleite immer näher kommen.

Aufhorchen ließ am Montag die Meldung, dass der 44jährige Deutsch-Banker Sven Guckelberger nach 18 Jahren als Geschäftsführer zu Close Brothers wechselt - wahrlich kein Institut, das karrierebewussten Bankern als erstes in den Sinn käme.

Tatsächlich zählt die Deutschland-Tochter der britischen Investment hierzulande zu den Riesen im boomenden Sanierungsgeschäft. Daneben zählen die US-Investmentbank Houlihan Lokey und die Beratungsgesellschaft Alix Partners zu dieser Gruppe von "Underdogs".

Das Anforderungsprofil dieser Banker-Spezies ist ziemlich anspruchsvoll. Sie müssen nicht nur in relativ kurzer Zeit komplexe Schuldengebilde überblicken, sondern auch problemlos die oft in Englisch verfassten Kreditverträge analysieren können. Klar, dass diese Banker reichlich Berufserfahrung mitbringen müssen. Bei Alix Partners dürfen es schon sechs bis acht Jahre sein.

Neben Close Brother, Houlikan Lokey und Alix Partners zählt in Deutschland auch noch die Restrukturierungsabteilung von Rothschild zu den großen Anbietern von Sanierungsexpertise. Lazard und selbst Sal. Oppenheim

werden ebenfalls Ambitionen nachgesagt.

Der künftige Close-Brother-Guckelberger hat jedenfalls ein Ausrufezeichen gesetzt. "Wir werden weiter aufstocken", sagte er dem Handelsblatt.

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