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Arbeitgeber Bank: Brutal oder sozial? (Teil 1)

Während die Gewerkschaften die Banken als “unsozial” und “brutal” brandmarken, heimsen die Banken auf der anderen Seite als Arbeitgeber Lob ein. Was stimmt?

Bei Stellenangeboten im Sektor M&A findet sich oft das Zauberwort “Stressresistenz”, durch die sich die Bewerber auszeichnen sollten. Die eigene Stressresistenz und das Durchhaltevermögen zählen im Investmentbanking zu den herausragenden Eigenschaften des Personals, denn ohne diese beiden Eigenschaften kommt man nicht weit: “Nur wer in der Lage ist, sich am Anfang ausquetschen zu lassen, darf später selbst ausquetschen”, ist von einem Personalberater zu hören.

Doch nicht nur im genauso harten wie lukrativen Investmentbanking zeigen sich die Banken unsozial und brutal – meint zumindest die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di): “Durch den drastischen Personalabbau, dadurch entstandene Arbeitsverdichtung, zum Teil maßlose Zielvorgaben sowie die Angst um den Arbeitsplatz hat der Druck auf die Beschäftigten sowohl im Banken- als auch im Versicherungsgewerbe stark zugenommen. Leistungs- und Erfolgsdruck sind enorm gestiegen und führen zu einer deutlichen Zunahme von psychischen Erkrankungen”, heißt es in einem Ausblick der Gewerkschaft auf Entwicklungen im Personalsektor in der Finanzbranche 2007.

Die Politik der Finanzunternehmen werde zunehmend unsozialer und brutaler. Durch Personalabbau, harte Zielvorgaben, unzureichende Weiterqualifizierungsangebote und Renditemaximierung auf Kosten der Beschäftigten würden Gewinne nur kurzfristig gesteigert. “Strukturwandel ist notwendig, ver.di erwartet jedoch gerade in florierenden Branchen wie dem Kredit- und Versicherungsgewerbe, dass der Wandel sozial und nicht auf Kosten der Beschäftigten betrieben wird.”

Lesen Sie im zweiten Teil die andere Seite der Medaille.

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