Ackermanns-Digest und das neue Vergütungssystem: Die wichtigsten Abschnitte aus der Rede des Deutsche Bank-Chefs

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Die wichtigsten Auszüge aus der Rede des Deutsche Bank-Chefs Josef Ackermann zum Geschäftsbericht 2009 haben wir für Sie hier kurz zusammengestellt:

Zum Wert der Mitarbeiter:

"Banken sind Dienstleister. Die Qualität ihrer Mitarbeiter ist hierfür von allergrößter Bedeutung. Unser Ziel muss darin bestehen, die besten Talente anzuziehen und ihre Loyalität gegenüber der Bank zu fördern. Schon heute ist die Deutsche Bank eine der meistgeschätzten Arbeitgeber unter den Banken weltweit."

Zum Vergütungssystem:

"Dies ist nur möglich, weil wir gute Leistung belohnen. Und das tun wir. Doch wir werden unser Vergütungssystem ein Jahr früher substanziell verändern, als es die G20-Staaten vorsehen und richten es nach ihren Forderungen ebenso aus wie nach den Vorgaben der Aufsichtsbehörden (BaFin, FSA, Fed).

Wir verringern die variable Vergütung und erhöhen das Fixgehalt. Abhängig von dem jeweiligen Land und Verantwortungsniveau des einzelnen Mitarbeiters zieht dies eine Veränderung des Festgehaltes zwischen 5 und 30 Prozent nach sich. Damit balancieren wir das Vergütungssystem mehr aus, ohne die Gesamtvergütung zu erhöhen. Der variable Anteil wird enger an die eingegangenen Risiken, den erforderlichen Kapitalaufwand und die Nachhaltigkeit der generierten Erträge gebunden.

Zusätzlich zu den Boni in guten Zeiten wird es Mali in schlechten Zeiten geben. Variable Vergütungsbestandteile werden über mehrere Jahre angesammelt und und können im Falle von Verlusten verfallen.

Der Aufsichtsrat hat gestern die Umstruktutierung des Vergütungssystems des Vorstandes entsprechend der gleichen Prinzipien beschlossen, womit diese auch die regulatorischen und gesetzlichen Anforderungen erfüllen."

Zur Situation im Investmentbanking:

"Corporate Banking and Securities hat im letzten Jahr Erträge von 16,2 Mrd. Euro sowie einen Vorsteuergewinn von 3,5 Mrd. Euro eingebracht."

Zum Eigenhandel:

"Wir haben jetzt unser Eigenhandels-Geschäft im Kreditbereich geschlossen - wie Ende 2008 angekündigt - und haben den Eigenhandel mit Aktien und Aktienderivaten um 90 Prozent vermindert. Das heißt, dass weniger als fünf Prozent der Gesamterträge im Aktienhandel aus dem Eigenhandel stammen. Wir handeln streng nach dem Grundsatz: weniger Risiko und mehr kundengetriebenes Geschäft."

Private Banking:

"Asset Management und Private Wealth Management melden einen hohen Geldzufluss in 2009. Insgesamt akquirierten wir einen Nettozufluss von 16 Mrd. Euro. Dies zeigt überdies, wie sehr die Kunden eine sichere und kompetente Bank wie die Deutsche Bank begrüßen - gerade in schwierigen Zeiten."

Zu den Dividenden:

"Mit der Zustimmung des Aufsichtsrates werden wir daher eine Dividende von 75 Cent je Aktie für das Geschäftsjahr 2009 vorschlagen. Dies stellt eine Anhebung von 25 Cent gegenüber dem Vorjahr dar. Wir erhöhen die Dividende nur moderat, da wir der Stärkung des Eigenkapitals - unter der Berücksichtigung der bevorstehenden Veränderungen in der Regulierung - und neuen Wachstumschancen Priorität einräumen."

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