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Die Finanzwelt der Schweiz sucht den Superspezialisten

Qualifizierte Mitarbeiter sind rar, insbesondere wenn sie über sehr spezifische Kenntnisse verfügen.

Zürich. Personalvermittler beklagen sich, dass gewisse Fachspezialisten im Bereich Banking&Finance schwierig zu finden sind.

eFinancialCareers hat im Gespräch mit Schweizer Recruitern drei Bereiche ausgemacht, in denen sehr spezifisches Know-how äusserst gefragt ist:

1. Alternative Investments: Erfahrung und Finanzwissen im Umgang mit Hedge Funds, Fund of Hedge Funds oder strukturierten Produkten wird zurzeit hoch bezahlt.

2. Osteuropa: Sprach- und Kulturkenntnisse in Osteuropa sind heute Gold wert. “Was zählt ist vor allem ein bereits bestehendes Beziehungsnetz in den Ländern Osteuropas” weiss Dr. Stampfli von Orbis Executive Search, Zürich.

3. US GAAP: Regulatorisches Wissen und vertiefte Kenntnisse von US Gaap Praktiken wird von der Finanzwelt stark nachgefragt. “Dies gilt auch für den Bereich Compliance'”, ergänzt Daniel Odermatt von Mc Dust, Zürich.

Die Personalvermittler sind sich einig: derart spezifische Profile sind momentan schwierig zu besetzen. Keine Frage also, dass die Finanzinstitute derzeit bereit sind, für diese Spezialisten praktisch jeden Preis zu bezahlen.

Kommentare (1)

Comments
  1. Es ist gut zu lesen, dass es noch Unternehmen gibt, die hochgradig spezialisierte Personen suchen, sei es sachlich im Bereich Hedge Fonds, sei es örtlich in CEE.

    Jahrelang trommelte man uns in der Schule und während Vorlesungen an der Universität bei jeder Gelegenheit mit der Information zu, dass man keine Gelegenheit zur Qualifizierung auslassen sollte… um dann, als es zum Schwur bei einem Einstellungsgespräch ging, festzustellen, dass nicht mehr als ein gehobener Angestellter in einem Teilbereich gesucht wurde und eine Einstellung eben wegen der Qualifikation gar nicht in Betracht kam.

    Man war nach den entbehrungsreichen Ausbildungsjahren u.a. mit Auslandsaufenthalten einschl. akademischer Meriten wie vor den Kopf gestoßen, wenn all das, wofür man geschafft hat, gar nicht mehr der nachgefragte Wert sein sollte. Der eigene Ehrgeiz wurde nicht honoriert, selbstständig denkende Individualisten mit Teamfähigkeit und Ausdauer wurden vielleicht zum Interview geladen, aber aus Sorge um den eigenen Platz letztlich nicht genommen. So einfach war das immer.

    Einzige Ausweichmöglichkeit ist dann der Weg in die Selbstständigkeit, die aber gerade als Berufsanfänger – insb. als junger – notwendig ausschließt, dass man an große Projekte gelangt, in denen man seine Kenntnisse und Fähigkeiten einbringen kann.

    Gerne würde ich das Gespräch mit den Personen suchen, die als Quelle des eFinancial-Beitrags gedient haben. Ich bin mir sicher, dass diese schnell werden einschätzen können, ob ich mit meinen Erfahrungen aus der Normalverteilung herausfalle.

    Gruss von einem Selbständigen, der das Härteste bereits hinter sich hat.

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