Kommentar: Die Bad Bank hilft den Brandstiftern, ist aber unvermeidlich

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Nun ist die Katze also aus dem Sack: Die Verursacher der weltweiten Finanzkrise - die Banken - wollen ihre zum Großteil wertlosen, weil auf absehbare Zeit nicht handelbaren Wertpapiere in eine "Bad Bank" ausgliedern - und dem Steuerzahler aufs Auge drücken.

Der Bundesverband Deutscher Banken als Intiator dieser nicht wirklich innovativen Idee wollte einen entsprechenden Bericht in der Süddeutschen Zeitung zwar nicht kommentieren - das Bundesfinanzministerium bestätigte aber gegenüber eFinancialCareers den Eingang eines entsprechenden Papieres.

Angeblich soll Bundesfinanzminister Peer Steinbrück - eigentlich kein Freund eines zentralen Endlagers für Finanz-Giftmüll - dem Vorschlag wohlwollend gegenüber stehen. Schließlich würde ihm die private Bankenlobby in einem wichtigen Punkt entgegen kommen.

Der staatliche Rettungsfonds Soffin soll die Papiere zwar zentral verwalten, zugleich müsste aber jedes Institut ein eigenes Konto einrichten. So bliebe ersichtlich, wer welche Papiere mit welchem Volumen aussortiert hat - und die Banken könnten sich nicht einfach aus dem Staub machen,

Was meinen Sie? Wäre eine solche "Bad Bank" doch nicht so schlimm? Oder gibt es einen anderen Ausweg aus diesem Sumpf?

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