INTERVIEW mit der neuen CFA-Geschäftsführerin: CFA als Traumpaket für den Arbeitgeber

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Ein Jahr nach der Eröffnung des Büros der deutschen CFA-Society in Frankfurt hat der bisherige Geschäftsführer Jan Altmann die Gesellschaft verlassen und kehrt in die Beratung zurück. An seine Stelle rückt Susan Spinner, die bislang Vizepräsidentin der German CFA-Society war. Das Amt des Vizepräsidenten übernimmt Harald Bareit, der bereits für Ausbildungsfragen zuständig ist.

eFinancialCareers hat mit Spinner über ihren bisherigen Werdegang und die Zukunft des CFA in Deutschland gesprochen.

eFC: Wie war Ihr beruflicher Werdegang, bevor Sie die Geschäftsführung der deutschen CFA-Society übernommen haben?

Spinner: Angefangen habe ich inCapital Markets als Händlerinfür Strukturierte Risikomanagement-Produkte(Derivate). Ich habe diesen Teil meiner Karriere weitgehend in Chicago verbracht. Als ich nach Frankfurt kam,bin ichins Asset Management gewechselt und war auch im Bereich Structured Finance tätig,dann abermit Fondsanstelle eines Bankportfolios.

eFC: Welche Rolle spielte CFA bei Ihrem beruflichen Werdegang? Wie hat der CFA Ihre Karriere beeinflusst?

Spinner: Als kanadische Bank war mein Arbeitgeber in Chicago ein großerBefürworterdes CFA-Charters. Ich habe Level 1 in Chicagoabsolviert und Level 2-3 hier in Frankfurt. Mein Charter hat es miru.a.ermöglicht, den Wechselvom Bankwesen zu einer Fondsmanagement-Gesellschaft reibungslos durchzuführen.

eFC: Nach bestandenem CFA. Welche Vorteile bietet die Geman CFA-Society für Absolventen?

Spinner: Die meisten CFA Charterholder arbeiten in ihrem Alltagsjob auf einem hochspezialisierten Niveau. Im Gegensatz dazu zwingt Sie das CFA Programm,die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Finanzbereichen zu erkennen und zu verstehen. Das CFA-Curriculum ist so umfassend, dass man am Ende den Finanzmarktsicheraus einem deutlich erweiterten Blickwinkelsieht.Dasist meines Erachtens sehr vorteilhaft.Abgesehen von einem hohen Maß an Finanzexpertise beweisen alle Charterholder darüber hinaus ein hohes Maß an Durchsetzungsfähigkeit, können gut mit Stresssituationen umgehen, haben ein tiefgreifendes Verständnis von Ethik und - last but not least - ausgezeichnete Englischkenntnisse. Für denjeweiligenArbeitgeber ist das ein Traumpaket.

eFC: Worin bestehen Ihre Ziele für die German CFA-Society - wo soll die Reise hingehen?

Spinner: Ich war von Anfang an, also als Gründungsmitglied, im Vorstand des Vereinsmitdabei. Als ich früher CFA-Kandidatin war, hattemein Arbeitgeber in Deutschland von dem CFA-Charterso gut wienichts gewusst unddemzufolge habe ich nur wenig Unterstützung erfahren. Trotzdem habe ichdieLevel 2- und 3-Prüfungen absolviert, weil ich von dem Programm überzeugt war. Mein ursprüngliches Ziel im Vorstand wares, den CFA-Kandidaten diese Unterstützung zu ermöglichen, die bei mir fehlte. Und das gehört immer noch zu unserenZielen.

Jetzt, wo wir mit rund 1700 Mitgliedernder größte Zusammenschluss von Investmentprofis in Deutschland sind, ist es an der Zeit, unser Profil im deutschen Markt zu erhöhen. Arbeitgeber müssen am Ende wissen, warum es sich lohnt, einen Charterholder einzustellen. Der Finanzmarkt hat in den letzten drei Jahrendurch die Finanzkrise sehr gelitten. Die Ursachen der Krise warenvor allemmangelnde Fachkenntnisse undungenügendeethische Kompetenz. Das sind genau die Kompetenzen, die ein CFA-Charterholder mitbringen sollte.

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