Schwierigkeiten im Privatkundengeschäft: Retten die Investmentbanker das HVB-Ergebnis?

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Laut dem Handelsblatt soll die HypoVereinsbank (HVB) ein Vorsteuerergebnis von 1,3 Mrd. Euro in 2009 erwirtschaftet haben. Im Vorjahr verzeichnete die Münchner Tochter der italienischen Unicredito-Group noch einen Verlust von 671 Mio. Euro.

Offiziell sollen die Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr erst am kommenden Donnerstag (18. März) bekanntgegeben werden. Doch die Informationen, die bislang durchgesickert sind, sprechen für ein gutes Ergebnis der Investmentbanker.

Denn das Privatkundengeschäft soll den Medienberichten zufolge kaum etwas zu dem Milliardengewinn beitragen und auch im Private Banking wurde nur ein Gewinn von etwa 70 Mio. Euro erwirtschaftet. Mithin spricht alles dafür, dass der Hauptteil des Konzerngewinnes aus dem Investmentbanking stammt, in dem Deutschlands drittgrößte Bank traditionell stark aufgestellt ist.

In 2008 war auch das Investmentbanking der HVB von der Finanzkrise kräftig durchgeschüttelt worden, wodurch die Sparte einen Verlust von immerhin 2 Mrd. Euro erwirtschaftete. Damit war das Investmentbanking quasi allein für den Konzernverlust verantwortlich.

Vor der Krise war das Investmentbanking eine Ertragsperle der HVB

Doch in dem wesentlich besseren Marktumfeld des Jahres 2007 konnte die HVB in ihrem Bereich Markets & Investment Banking noch einen Gewinn von 1,5 Mrd. Euro ausweisen und war damit die ertragsstärkste Sparte innerhalb der HVB.

Im Zuge der Krise wurden laut Unternehmensangaben die ehemaligen Sparten "Markets & Investment Banking" sowie "Firmen- & kommerzielle Immobilienkunden" zu "Corporate & Investment Banking" fusioniert. Mit dem guten Ergebnis wachsen auch die Chancen auf hohe Bonuszahlungen für die Investmentbanker.

Nach Brancheninformationen überlegt die Münchner Bank, ein Angebot für das deutsche Privatkundengeschäft der schwedischen SEB-Bank abzugeben. Die SEB-Privatkundensparte umfasst 174 Filialen und rund eine Mio. Kunden. Der Wert für die Geschäftseinheit wird auf etwa 900 Mio. Euro taxiert. Allerdings kämpft auch die SEB mit der Profitabilität ihres Privatkundengeschäfts.

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