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Vom Löwen zum Kätzchen: BayernLB mit tiefroten Zahlen – Stellenabbau zu 90 Prozent geschafft

Der stolze bayerische Löwe vor dem Hauptsitz der BayernLB dürfte nach den vorgelegten Geschäftszahlen zu einem Schmusekätzchen mutieren. Die krisengeschüttelte Bank musste in 2009 einen Verlust von 2,619 Mrd. Euro verkraften. Im Vorjahr hatte das Münchner Institut sogar einen Verlust von 5,079 Mrd. Euro eingefahren.

Für den Verlust war das Desaster rund um die Kärntner Bank Hypo Group Alpe Adria (HGAA) verantwortlich, das der BayernLB einen Verlust von insgesamt 3,3 Mrd. Euro bescherte. Dagegen konnte die Kernbank mit einem operativen Ergebnis in die schwarzen Zahlen zurückkehren.

Investmentbanking als Gewinnbringer

Als Gewinnbringer erwies sich mit einem Plus von 477 Mio. Euro der Bereich “Corporate & Markets”, in dem das Investmentbanking gebündelt ist. “Gerade die deutlichen Ertragssteigerungen im Großkundengeschäft haben zu dem guten Ergebnis der Kernbank beigetragen”, sagte der Interimschef der BayernLB Stefan Ermisch. Auch in den Bereichen “Mittelstand & Privatkunden” und “Immobilien, Öffentliche Hand & Sparkassen” erwirtschaftete die Bank Gewinn von 232 und 166 Mio. Euro.

Durch die Abspaltung der HGAA verminderte sich die Mitarbeiterzahl um 41,7 Prozent auf 11.821 Beschäftigte. Doch auch der geplante Abbau von 1000 Stellen in der Kernbank kommt zügig voran, wie die Bank betonte. Demnach wurden bis zum Jahresende 540 Mitarbeiterstellen abgebaut und der Abbau von 360 weiteren bereits vertraglich fixiert. Mithin wurden bereits 90 Prozent des Abbauprogramms eingeleitet.

Mitarbeiter kassieren weniger als bei WestLB und Helaba

Der Personalaufwand wurde um 13,4 Prozent auf 926 Mio. Euro verringert. Somit entfielen auf jeden Mitarbeiter durchschnittlich gut 78.000 Euro, womit die BayernLB hinter der WestLB mit etwa 120.000 und der Helaba mit 85.000 Euro liegt.

Aus dem Geschäft außerhalb Europas und Nordamerikas zieht sich die BayernLB sukzessive zurück. So wurden Niederlassungen in Tokio, Peking, Mumbai und Montreal geschlossen. Am Ende des Prozesses sollen nur noch Niederlassungen in London, Paris und New York verbleiben.

Einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr wollte die BayernLB nicht wagen. Dennoch werde ein positives Ergebnis angestrebt, hieß es.

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