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DZ Bank kommt beim Stellenabbau schnell voran – Neueinstellungen im Private Banking und im Mittelstandsgeschäft

“Zwei Drittel des vorgesehenen Stellenabbaus von insgesamt 450 Vollzeitstellen haben wir bereits einvernehmlich erreicht”, sagte der DZ Bank-Chef Wolfgang Kirsch während der Bilanzpressekonferenz des genossenschaftlichen Spitzeninstituts heute in Frankfurt. Derzeit beschäftigt das Kreditinstitut noch gut 4000 Mitarbeiter. Bis 2011 will die DZ Bank die Personalkosten um 110 bis 130 Mio. Euro jährlich verringern.

“Wir sind zuversichtlich, dass es uns gelingt, die weiteren 150 Stellen bis Ende 2011 zu reduzieren. Zukünftig werden aber im Rahmen des Programms 2011 mehr die Sachkostenreduktion und Ertragssteigerungsmaßnahmen im Vordergrund stehen”, ergänzte eine Unternehmenssprecherin.

Die Einsparungen waren erforderlich geworden, nachdem die DZ Bank durch die Finanzkrise schwer getroffen wurde und von Garantien der Genossenschaftsbanken abgesichert werden musste. Nach einem Verlust von 1,55 Mrd. Euro in 2008 kehrte das Kreditinstitut im abgelaufenen Jahr mit einem Vorsteuergewinn von 836 Mio. Euro in die schwarzen Zahlen zurück.

Personalaufbau im Mittelstandsgeschäft

Dagegen erhöhte das Institut die Zahl der Mitarbeiter im Geschäft mit mittelständischen Firmenkunden um 10 Prozent oder 17 Stellen, wie eine Unternehmenssprecherin betonte.

Für den Bereich der privaten Vermögensverwaltung bekräftigte Kirsch eine Wachstumsstrategie: “Im Private Banking sehen wir bei den bestehenden Kunden der genossenschaftlichen Organisation ein Volumen von rund 200 Mrd. Euro an Anlagegeldern, die derzeit noch nicht von den Volks- und Raiffeisenbanken betreut werden.” Bis 2017 sollten die Assets under Management im Private Banking auf 30 Mrd. Euro verdoppelt werden.

Dabei wolle man “streng subsidiär” mit den Genossenschaftsbanken vor Ort vorgehen und zunächst in Ballungszentren neue Niederlassungen aufbauen. “Dem Bedarf der Genossenschaftsbanken folgend, wollen wir im ersten Jahr rund 50 Mitarbeiter rekrutieren”, kündigte Kirsch an.

Scharfe Kritik an “Bonusexzessen”

Der DZ Bank-Chef wendete sich scharf gegen überzogene Bonuszahlungen. “Vergütungssysteme mit falschen Anreizen und Bonusexzessen sind keine Kennzeichen unserer Säule”, wetterte Kirsch.

Laut Unternehmensangaben werden die Bonuszahlungen an die DZ Bank-Mitarbeiter nach einem dreistufigen System berechnet. Demnach werden ein Bank-, Bereichs- und individueller Faktor mit dem jeweiligen vereinbarten Bonus multipliziert. “Basierend auf einem sogenannten vertraglich vereinbarten Zielbonus wird dabei für jeden Mitarbeiter anhand dieser drei Kriterien die auszuzahlende variable Vergütung bestimmt”, hieß es weiter.

Zu der Höhe der Bonuszahlungen für 2009 wollte die Bank keine Angaben machen. Auch die Höhe des Personalaufwands im abgelaufenen Geschäftsjahr blieb zunächst unklar.

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