Treasurer verzweifelt gesucht

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Leitende deutsche Treasurer arbeiten durchschnittlich 52 Stunden in der Woche und verdienen zwischen 95.000 Euro und 120.000 Euro.

Das ergab eine Umfrage unter 100 Treasurern in Führungspositionen, die die Redaktion von Der Treasurer zwischen August und September dieses Jahres vorgenommen hat.

83 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass der Einfluss des Treasury auf die Unternehmenssteuerung in den nächsten zwei Jahren zunehmen wird. Entsprechend

plant rund die Hälfte der Befragten innerhalb der nächsten zwölf Monate, ihre Abteilungen personell aufzustocken.

Die meisten Treasurer wollen mit einem bis zwei neuen Kollegen ihr Team ergänzen. Befragte Unternehmen mit weniger als 500 Millionen Euro Umsatz beschäftigen im Schnitt vier Mitarbeiter im Bereich Treasury (direkt und indirekt fachlich unterstellt).

Größere Unternehmen haben zwischen fünf und sieben Mitarbeiter. Heads of Treasury in Unternehmen mit mehr als 2,5 Milliarden Euro Umsatz können im Schnitt auf 17 Mitarbeiter zurückgreifen.

Angesichts der Entwicklung auf den Finanzmärkten überrascht es nicht, dass die Treasurer

die größten Herausforderungen derzeit im Bereich Liquiditätssteuerung sehen. Gleiches

gilt für die als nächstwichtig eingestuften Bereiche Risikomanagement sowie Finanzierung

und Gläubigermanagement.

Cash Management wurde am dritthäufigsten genannt. Erstaunlich mutet dagegen an, dass

sich die befragten Treasurer weniger Sorgen über ihre Anlagen machen: Gerade einmal 4

Treasurer nannten das Asset- und Pensionsmanagement als Herausforderung.

Mögliche Erklärungen sind, dass nicht alle Unternehmenfreie, für die Anlage verfügbare Mittel

haben. Zudem ist das Asset Management noch immer eher eine Randaufgabe im Treasury.

Dies zeigt sich auch in der Tatsache, dass die Treasurer nur 5 Prozent ihrer Arbeitszeit

in diesen Bereich investieren.

Die meiste Arbeitszeit bindet das Cash Management (21 Prozent), gefolgt von der Liquiditätssteuerung (20 Prozent), Finanzierung und Gläubigermanagement (17 Prozent) sowie

Risikomanagement (15 Prozent).

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