Deutsche Bank: insgeheim ein sehr guter Zahler

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Bei einer genaueren Prüfung der Personalkosten der Deutschen Bank für 2009 kommen wir zu folgendem Ergebnis:

Wie wir bereits in der vergangenen Woche bemerkt haben, zählt die Deutsche Bank trotzt der jüngsten Euroschwäche zu den auf Dollarbasis bestzahlenden Banken für 2009. Die durchschnittliche Gesamtvergütung pro Kopf im Corporate- und Investmentbanking belief sich auf 478.000 US-Dollar (347.000 Euro), womit die Deutsche Bank nur marginal hinter Goldman Sachs mit 498.000 Dollar liegt.

Doch während die Goldman-Zahlen das Investementbanking, Sales und Trading, Asset Management und Wertpapierdienstleistungen (prime brokerage) umfassen, enthalten die Angaben der Deutschen Bank auch die 4156 Beschäftigten, die in schlechter bezahlten "Global Transaction Services" arbeiten.

Wieviel weniger in den Global Transaction Services gezahlt wird, lässt sich nicht genau ermitteln, da die Deutsche Bank ihre Vergütung nicht nach Bereichen aufschlüsselt. Doch es muss sinnvollerweise angenommen werden, dass Beschäftigte in Corporate Banking-Funktionen wie dem Cash Management deutlich weniger verdienen als die Händler oder Corporate-Banker.

Die Beschäftigten des Global Transaction Services machen rund 30 Prozent des Corporate- und Investmentbankings aus.

Ein Headhunter bestätigt den Verdacht, dass die Deutsche Bank ihre Investmentbanker bemerkenswert gut bezahlt: "Generell zahlen sie deutlich mehr als andere Banken aus der Branche. Das trifft besonders auf den Bereich der Junior-Levels zu - die Vergütungszahlen für Vice-Presidents sind oftmals auf einem Niveau, das man niemals bei Goldman Sachs oder Morgan Stanley sieht."

Kürzlich kam heraus, dass die Deutsche Bank bis zu einer Höhe von 100.000 Euro ihre Boni in bar auszahlt sowie 25 Prozent der Beträge, die über dieser Grenze liegen. Die übrigen werden gestaffelt ausgezahlt. Die Managing Directors erhalten 75 Prozent ihrer Boni zeitlich verzögert.

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