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Null Bock: Deutsche immer unzufriedener mit ihrer Arbeit

Die Arbeitszufriedenheit der Deutschen ist in den vergangenen 25 Jahren kontinuierlich gesunken. In Europa sind nur noch die Arbeitnehmer in einigen osteuropäischen Ländern unzufriedener, wie aus einer jetzt vorgelegten Studie des Instituts für Arbeit und Qualifikation der Uni Duisburg-Essen hervorgeht.

Dazu befragten die Wissenschaftler eine repräsentative Gruppe Beschäftigter, wie diese ihre Arbeitszufriedenheit auf einer Skala von 0 (sehr unzufrieden) bis 10 (äußerst zufrieden) einschätzen würden. Während 1984 der Durchschnitt bei 7,6 lag, sank der Wert bis 2009 sukzessive auf 6,8. Dabei haben sich die Ergebnisse in Ost- und Westdeutschland langsam angeglichen.

“Generell weisen in den meisten Jahren Personen mit mittleren oder hohen Bildungsabschlüssen eine höhere Arbeitszufriedenheit auf als Erwerbstätige mit niedriger Bildung”, heißt es in der Studie.

Im internationalen Vergleich nimmt Deutschland damit die letzte Stelle der westeuropäischen Länder ein. Nur die Arbeitnehmer in der Slowakei, der Ukraine, Bulgarien und Russland waren noch unzufriedener.

Doch selbst in Ungarn, Polen, Estland und Slowenien sind die Beschäftigten glücklicher bei der Arbeit als die Deutschen. Der Umfrage zufolge herrschte die höchste Zufriedenheit in Dänemark, der Schweiz, Finnland und Österreich.

Die Wissenschaftler führten die Ergebnisse auf die stagnierenden Reallöhne im ersten Jahrzehnt des Jahrhunderts sowie auf den steigenden Leistungsdruck in Unternehmen zurück.

“Wenn man von einem Zusammenhang zwischen Leistungsfähigkeit bzw. Leistungsbereitschaft und Arbeitszufriedenheit ausgeht, geben die Ergebnisse daher Anlass zur Sorge”, resümieren die Wissenschaftler.

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