14 Mio. Gründe, wieso Sie für Glencore arbeiten sollten

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Die hohen Bonuszahlungen namentlich im Investmentbanking sind spätestens seit der Finanzkrise in die Kritik geraten. Mit der Jagd nach Boni gingen Banker erhöhte Risiken ein und hätten auf diese Weise maßgeblich die Krise mitverantwortet. Doch die variablen Vergütungen bei den Banken erweisen sich als Peanuts im Vergleich zu dem, was der Schweizer Rohstoffriese Glencore seinem leitenden Personal gönnt.

Laut Informationen der Londoner Times habe das im Schweizerischen Baar (Kanton Zug) residierende Unternehmen seinen Führungskräften in 2010 Saläre in Höhe von insgesamt 146 Mio. US-Dollar (103 Mio. Euro) gezahlt, plus 938 Mio. Dollar (660 Mio. Euro) an variablen Vergütungen. Da nach einem Anleiheprospekt aus dem März die Führungskräfte auf 65 Personen veranschlagt werden, erhielt jeder dieser Rohstoffhändler durchschnittlich einen Bonus von stolzen 14 Mio. US-Dollar (10 Mio. Euro).

Das traditionell medienscheue Unternehmen wollte zu dieser Meldung keine Stellung beziehen. Glencore wird immer noch als Personengesellschaft betrieben, die sich in den Händen des leitenden Personals befindet. Diese Rechtskonstruktion erlaubt es Glencore, die zu veröffentlichen Informationen auf ein Minimum zu reduzieren.

Allerdings nehmen die Pläne zu einem Börsengang von Glencore in London und Hongkong langsam Gestalt an. Laut Branchenkennern könnte Glencore einen Antrag auf Börseneinführung in London bereits in der kommenden Woche einreichen. Demnach könne das Unternehmen mit der Aktienemission bis zu 10 Mrd. US-Dollar (7 Mrd. Euro) einstreichen.

Mit der Börsennotierung dürfte auch die Geheimniskrämerei in Baar vorbei sein. Die Veröffentlichung der Geschäftsberichte wird sicherlich noch so manche interessante Neuigkeit zutage fördern.

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