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Darf Pleite-Bank HSH Nordbank Halteprämie an Mitarbeiter zahlen?

Die HSH Nordbank will mehr als jedem zehnten Mitarbeiter eine Halteprämie von durchschnittlich rund 35 000 Euro zahlen.

“Wir wollen Mitarbeiter halten, die wichtig für die Zukunft der Bank sind”, sagte eine Sprecherin. Politiker reagierten entsetzt auf die Pläne des Geldinstitutes, das mit staatlichen Milliardensummen über Wasser gehalten wird.

Pro Person ist die Halteprämie auf 120.000 Euro begrenzt. Bis zu 600 Mitarbeiter sollen in Betracht kommen. Bei einer von der Bank genannten durchschnittlichen Halteprämie von 35 000 Euro käme eine Gesamtsumme von 21 Mio. Euro zusammen.

Pikant: Die HSH Nordbank will die Zahl der Mitarbeiter bis 2012 auf 3.200 von 4.300 verringern. Bisher wurden laut Bank 500 Jobs abgebaut, davon 250 über Abfindungen. Kündigungswilligen wurden bis zu 200.000 Euro Abfindung geboten.

Zuletzt hatte eine Prämienzahlung von 2,9 Mio. Euro an Bankchef Dirk Jens Nonnenmacher für Aufregung gesorgt.

Damit nicht auch Mitarbeiter gehen, die für die Neuausrichtung als wichtig eingestuft werden, wurde die Halteprämie erfunden, die die Hälfte einer möglichen Abfindung beträgt. Allerdings Eine Kündigungswelle der wichtigen Fachkräfte soll es aber noch gar nicht gegeben haben.

Wenn man zynisch wäre, müsste man ohnehin fragen, wer sollte die Leute auch abwerben wollen. Und welcher Mitarbeiter hätte große Lust von der Elbe an den Main oder die Isar zu ziehen?

Was meinen Sie? Ist die Halteprämie gerechtfertigt oder hat das Management jedes Gefühl für die Realität verloren?

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