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Vergütungsquoten können dieses Jahr wieder steigen

Es braucht nicht extra erwähnt zu werden, dass die Banken in 2009 einen erheblich geringeren Teil ihrer Erträge für die Vergütung gezahlt haben als jemals in der Vergangenheit. Falls die Quoten in 2009 normal ausgefallen wären, hätten die meisten Banker deutlich besser bezahlt werden müssen.

Die Lehre daraus lautet, dass die Vergütungsquoten (compensation ratios) künftig niedriger liegen werden. Obgleich Goldman Sachs nicht kommentieren wollte, ob die Vergütung für 2009 einen neuen Maßstab darstellen wird, hat James Gorman von Morgan Stanley im Februar gesagt, dass eine 50prozentige Vergütungsquote für ein typisches Jahr “nach oben verbessert werden könnte”.

In der letzten Woche wurde von den Analysten der Citygroup eine Studie herausgegeben, die diese Sicht bestätigt und vorhersagt, dass die Vergütungsquoten fortan “strukturell niedriger” ausfallen werden. Dem widersprechen die Analysten von Keefe Bruyette & Woods (KBW).

Laut ihrer Einschätzung fiel das Jahr 2009 anomal aus und in 2010 und 2011 wird die Cost Income-Ratio (an der die Vergütung den Hauptteil darstellt) zu ihrer langjährigen Norm zurückkehren – wie aus dem Diagramm unten hervorgeht.

Die Analyse von KBW gilt nur für die europäischen Investmentbanken, doch ihre Begründung trifft ebenso gut auf die US-Häuser zu.

Im Vergleich zu vorangehenden Jahren werde ein überproportionaler Prozentsatz der Vergütungen für 2009 zeitverzögert ausgezahlt – was künftig Kosten verursachen wird. Vor allem der Eigenhandel könnte die Vergütung weniger beeinflussen. So hat die Credit Suisse angegeben, dass ihre Cost Income-Ratio für 2006 im Eigenhandel lediglich bei 43 Prozent lag – im Vergleich zu 86 Prozent in anderen Bereichen ihrer Investmentbank.

Die schlechte Nachricht dabei ist: Selbst wenn der Anteil der Vergütung an den Erträgen prozentual in 2010 zulegen sollte, könnte die Gesamtvergütung nicht steigen. Denn möglicherweise fallen die Erträge selbst. Die Analysten von KBW rechnen mit jährlich um 6 Prozent fallenden Erträgen bei den europäischen Investmentbanken, mit einem stärkeren Einbruch von 13 Prozent bei der Deutschen Bank und BNP Paribas sowie von 18 Prozent bei der Société Générale.

European banks' compensation ratios.

Quelle: KBW

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