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Bei der BAWAG stehen 700 Jobs auf der Kippe

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Für reichlich Unruhe bei den rund 4000 Mitarbeitern der BAWAG sorgt jetzt ein Artikel der „Wiener Zeitung“. Demnach sollen bei der ehemaligen österreichischen Gewerkschaftsbank 700 Stellen gestrichen werden, was immerhin 17,5 Prozent der Gesamtzahl wäre.

Der US-Finanzinvestor Cerberus, der die Bank nach der BAWAG-Affäre übernommen hatte, sei entweder nicht willens oder in der Lage weiteres Geld in die BAWAG zu investieren. Außerdem muss sich die Bank von Geschäftsaktivitäten trennen, um die verschärften Eigenkapitalanforderungen nach Basel III erfüllen zu können.

Dabei will die Bank die komplexen Holdingstrukturen vereinfachen, aus dem Firmenkundengeschäft teilweise aussteigen und den Eigenhandelt aufgeben, in dem immer noch sieben  Mitarbeiter beschäftigt sind.

Die Bank wollte den Medienbericht nicht bestätigen und verwies auf das längst beschlossene Kostensenkungsprogramm „Bolero“, demzufolge bis Ende 2013 500 Stellen gestrichen werden. Davon wurden bereits etwa 330 realisiert, wonach nur noch 170 fehlen würden. Allerdings werde das Programm „laufend evaluiert“, hieß es von der Bank.

Unterdessen hat der BAWAG-Betriebsrat die Unternehmensleitung aufgefordert, die Zahlen auf den Tisch zu legen. „Wir fordern als Betriebsrat Schluss mit der Gerüchteküche und mit der Verunsicherung der Kolleginnen und Kollegen“, sagte die Betriebsratsvorsitzende Ingrid Streibel-Zarfl und ergänzte: „Wir sind informiert, dass der Vorstand an einem Personalabbau arbeitet. Die genaue Zahl liegt aber noch nicht vor.“

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