Kündigen - und im Resturlaub arbeiten?

eFC logo

Stellen Sie sich mal folgenden Fall vor:

Ein neuer Arbeitgeber winkt mit einem deutlich besser honorierten Job, das Umfeld passt, sie könnten eigentlich gleich morgen anfangen.

Doch genau hier liegt der Hund begraben: Leider haben Sie mit Ihrem aktuellen Arbeitgeber eine vierwöchige Kündigungsfrist vereinbart.

"Gut", denken Sie sich. "Dann nehme ich eben meinen kompletten Jahresurlaub und fange bereits nächste Woche an."

Irrtum, warnt der Berliner Arbeitsrechtler Ulf Weigelt.

Wenn Sie während des Resturlaubs bei der neuen Firma anfangen, kann Ihr Noch-Arbeitgeber fristlos kündigen, die Zahlung des Gehalts verweigern und Sie unter bestimmten Umständen sogar noch auf Schadenersatz verklagen.

Zum allen Überfluss könnte diese Tatsache auch noch - verklausuliert zwar, aber für jeden Personalchef verständlich - im Arbeitszeugnis auftauchen.

Was würden Sie tun? Auf Nummer sicher gehen und damit riskieren, dass der neue Arbeitgeber nicht so lange auf Sie warten will? Oder es auf einen Versuch ankommen lassen, in der Hoffnung, dass es der gegenwärtige Brötchengeber nicht mitbekommt?

Beliebte Berufsfelder

Loading...

Jobs suchen

Artikel suchen

Close