Wenn der Abschied leicht fällt. Die üppigen Abfindungszahlungen der Deutschen Bank

eFC logo

Es gibt Banken, für die jeder arbeiten will. In Deutschland zählt sicherlich der Branchenprimus dazu, der bei jedem eFinancialCareers.de-Ranking zu den Vergütungszahlungen unter allen heimischen Institute regelmäßig an der Spitze liegt. Doch noch attraktiver als für die Deutsche Bank zu arbeiten, ist von ihr gefeuert zu werden. Das legen zumindest die Zahlen aus dem Geschäftsbericht 2010 zu den Abfindungszahlungen nahe, der am heutigen Donnerstag (3. Februar) veröffentlicht wurde.

Insgesamt summieren sich die Abfindungsleistungen der Deutschen Bank auf 354 Mio. Euro allein im vierten Quartal. Da sich die gesamten Personalkosten der Deutschen Bank von September bis Dezember auf 3,077 Mrd. Euro beliefen, entfielen allein 11,6 Prozent auf Abfindungsleistungen.

Umgerechnet auf jede Mitarbeiterstelle (Vollzeit) ergeben sich je nach Geschäftsgebiet für die Bank folgende Kosten - nur für das vierte Quartal. So viel darf schon einmal verraten werden: Auch bei den Abfindungszahlungen stehen die Investmentbanker an der Spitze der Nahrungskette und die Filialmitarbeiter ganz unten.

CIB insgesamt: 15.943 Stellen, 176 Mio. Euro Abfindungszahlungen = 11.039 Euro pro Mitarbeiterstelle.

CIB Corporate Banking & Securities (CIB-Unterabteilung): 10.936 Stellen, 112 Mio. Euro = 10.242 Euro.

CIB Global Transaction Banking (CIB-Unterabteilung): 5009 Stellen, 64 Mio. Euro = 12.777 Euro.

Private Clients and Asset Management (PCA): 52.584 Stellen, 72 Mio. Euro = 1369 Euro.

PCA Asset and Wealth Management (PCA-Unterabteilung): 8755 Mitarbeiterstellen, 54 Mio. Euro = 6168 Euro.

Consolidation & Adjustments (Infrastruktur): 33.499 Mitarbeiterstellen, 106 Mio. Euro = 3164 Euro.

PCA Private & Business Clients (PCA-Unterabteilung): 43.829 Mitarbeiterstellen, 18 Mio. Euro = 411 Euro.

Close