☰ Menu eFinancialCareers

Rückfall in die roten Zahlen: Kaum eine Landesbank zahlt so üppige Gehälter wie die WestLB

Für die Kernbank meldete die WestLB am heutigen Mittwoch (1. Dezember) einen Vorsteuergewinn von 255 Mio. Euro in den ersten neun Monaten des Jahres. Da das krisengeschüttelte Institut im ersten Halbjahr bereits ein Vorsteuerergebnis von 304 Mio. Euro erwirtschaftet hatte, muss die WestLB im dritten Quartal mit einem Verlust von rund 50 Mio. Euro in die roten Zahlen abgeglitten sein.

Trotz des schlechten Ergebnisses zählt die WestLB auch weiterhin zu den bestzahlenden Landesbanken. Die Bank strich zwar von Januar bis September 231 Stellen und verringerte damit die Zahl ihrer Mitarbeiter um 4,6 Prozent auf 4740 Beschäftigte. Der Personalaufwand sank sogar gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6 Prozent auf 402 Mio. Euro.

Dennoch wandte das Institut pro Mitarbeiter durchschnittlich fast 85.000 Euro auf, womit die Düsseldorfer fast ebenso viel für einen Beschäftigten zahlen wie die ebenfalls krisengeschüttelte HSH Nordbank. Dagegen müssen sich Kollegen von der BayernLB mit knapp 47.000 Euro begnügen.

WestLB-Chef Dietrich Voigtländer bemühte sich, das Ergebnis in gutes Licht zu rücken: “Das Geschäft der Kernbank ist deutlich positiv, die frühzeitig eingeleitete Restrukturierung greift. Das Ergebniswachstum im Firmenkundengeschäft belegt, dass die WestLB von ihren Kunden als leistungsstarker und verlässlicher Partner geschätzt wird.”

Der Zinsüberschuss nach Kreditvorsorge stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 18,3 Prozent auf 905 Mio. Euro. Dagegen purzelte der Provisionsüberschuss um 14,2 Prozent auf 175 Mio. Euro und das Handelsergebnis stürzte nach einem Plus von 137 Mio. Euro in den ersten neun Monaten 2009 auf ein Minus von 375 Mio. Euro in 2010 ab.

Derweil setzte die WestLB auch im dritten Quartal den Rückzug aus dem internationalen Geschäft fort. So wurden die französische Banque d’Orsay sowie die WestLB International verkauft und die Niederlassung in Dubai geschlossen. Fusionsverhandlungen mit der BayernLB waren indes gescheitert und ein Käufer ist auch weiterhin nicht in Sicht.

“Der Weg zur Bündelung der Kräfte ist lang und steinig. Aber er ist betriebswirtschaftlich zwingend. Wir sind unverändert bereit, hier die notwendigen Schritte zu gehen”, ergänzte Voigtländer.

Kommentare (0)

Comments

Ihr Kommentar wird gerade geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung wird es live gestellt.

Antworten

Pseudonym

E-Mail

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier