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Aareal Bank will trotz Staatshilfe Boni ausschütten

Als zweites Kreditinstitut nach der Commerzbank hat der Wiesbadener Immobilienfinanzierer Aareal den Rettungsfonds der Bundesregierung angezapft.

Die Staatshilfe in Form einer stillen Einlage von 525 Mio. Euro kommt das Unternehmen – und seine Aktionäre – teuer zu stehen. Während die Bank für die Einlage per annum einen Zinskupon von neun Prozent an den Fiskus überweist, müssen die Aktionäre für 2008 und 2009 auf eine Dividende verzichten. So sehen es übrigens die Statuten des Rettungsfornds Soffin vor.

Dagegen können sich die Mitarbeiter trotz der Staatsknete auch für das abgelaufene Jahr über einen Bonus freuen. Ein Sprecher der Bank wollte zwar nicht sagen, wie hoch die Boni im einzelnen ausfallen, versicherte aber, dass sie sich in einem für eine mittelständische Bank normalen Rahmen bewegten und nicht mit den Summen bei Investmentbanken zu vergleichen wären.

Wie das Unternehmen weiter mitteilte, hat die Soffin über die gesetzlichen Regelungen hinaus keine weiteren Auflagen gemacht.

Die Finanzmarktstabilisierungsfonds-Verordnung untersagt zwar prinzipiell die Zahlung von Boni oder freiwilligen Gehaltsbestandteilen. Etwas anderes sei es jedoch, wenn diese ein niedriges Festgehalt kompensierten und die Gesamtvergütung angemessen sei, sagte eine Sprecherin unter Verweis auf die Verordnung.

Bei der Entwicklung der Mitarbeiterzahlen gab es keine Überraschung. Sie verringerte sich im Jahresverlauf von 2.546 auf 2.502, sagte der Sprecher. (Dabei entfällt mehr als die Hälfte der Jobs auf das Nicht-Bankgeschäft bei der Mainzer Immobilienberatungs-Tochter Aareon.)

Unter anderem hat Aareal im Zusammenhang mit dem Ausstieg aus dem Privatkundengeschäft und dem Verkauf eines entsprechenden Kreditportfolios an die Postbank den Abbau von 50 Stellen eingeleitet. Dieser Prozess werde bis ins laufende Jahr andauern, nichtsdestotrotz habe es deswegen nicht eine einzige Entlassung gegeben, so der Sprecher weiter.

Derzeit sind auf der Webseite der im M-Dax notierten Bank sechs Stellen ausgeschrieben. Unter anderem sucht das Institut einen Steuerexperten mit Jura- oder BWL-Studium und zwei IT-Experten mit Informatik-Mathematik- oder Ökonomie-Studium.

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