Behörde oder attraktiver Arbeitgeber: Sollten Sie für die KfW arbeiten?

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Hauptsitz der KfW.

Für eine Förderbank wie die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu arbeiten, hatte in der Vergangenheit den Charme von muffiger Bürokratie und ebenso starren wie niedrigen Beamtengehältern. Doch mit dem nachhaltigen Stellenabbau bei den Geschäftsbanken und den Einschnitten bei den Vergütungen stellt sich die Frage, ob die KfW nicht doch einen gewissen Reiz für Banker auszuüben vermag.

Wenn es ums Geldverdienen geht, dann kann sich die Förderbank durchaus sehen lassen. So hat das bundeseigene Institut im ersten Halbjahr ein Konzernergebnis von 992 Mio. Euro eingestrichen – welche deutsche Bank schafft das schon in diesen Tagen. Jeder Mitarbeiter war also rein rechnerisch für einen Gewinn von 186.000 Euro verantwortlich, wie aus den am heutigen Freitag (8. August) vorgelegten Halbjahreszahlen hervorgeht. Zum Vergleich: Die Kollegen von der Deutschen Bank brachten es im gleichen Zeitraum gerade einmal auf etwa 20.500 Euro pro Kopf.

Laut Untersuchungen des Bankenverbandes zählten die Förderbanken in den vergangen Jahren auch  zu den wenigen Bankenarten, die tatsächlich Personal aufgebaut haben. Auch hierfür stellt die KfW ein gutes Beispiel dar. So sind laut Unternehmensangaben seit Jahresbeginn fast 270 Stellen hinzugekommen. Denn die Beschäftigung stieg in nur sechs Monaten um stolze 5,3 Prozent auf 5332 Beschäftigte.

Doch wie sieht es bei der Vergütung aus? Leider verrät die KfW weder in ihren Halbjahreszahlen noch in ihrem Geschäftsbericht für 2011 die Höhe ihrer Personalaufwendungen. Dennoch scheinen die Vergütungen nicht allzu schlecht auszufallen, obgleich ein Geldsegen wie im Investmentbanking der Deutschen Bank unerreichbar erscheint.

So heißt es etwa im Jahresbericht: „Der Anteil der außertariflichen Angestellten an der Gesamtbelegschaft blieb 2011 mit circa zwei Dritteln in etwa konstant.“  Auch der Verwaltungsaufwand pro Kopf spricht dafür, dass die KfW-Mitarbeiter nicht an der kurzen Leine gehalten werden. Dieser belief sich in 2011 auf knapp 150.000 Euro. Da bei Banken üblicherweise die Daumenregel gilt, dass das Personal den Hauptkostenfaktor darstellt, müsste die Bank in 2011 durchschnittlich mindestens 75.000 Euro für jeden ihrer Mitarbeiter springen lassen.

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