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JURISTEN GESUCHT: Rothschild baut Rechts- und Complianceabteilung auf

Die Investmentbank Rothschild schafft in Deutschland eine eigene Rechts- und Complianceabteilung und holt dafür in Frankfurt Axel Stafflage vom Wettbewerber UBS. Der 40-Jährige arbeitet von Oktober als zunächst einziger Jurist der expandierenden Bank, die ihre rechtlichen Angelegenheiten bislang von London abwickelte, berichtet der Branchendienst Juve.

Stafflage war im Februar 2004 zur UBS gekommen und leitete dort den Bereich Eigenkapitalmarktrecht/M&A. Zuvor arbeitete er rund zwei Jahre als Associate bei Allen & Overy. Begonnen hatte er seine Karriere bei der Citigroup.

Bei Rothschild wird der Jurist eng mit seinem Ex-UBS-Kollegen Martin Reitz zusammenarbeiten, der vor wenigen Wochen als neuer Deutschland-Chef von Rothschild vorgestellt worden war.

Rothschild gehört laut Juve zu den Investmentbanken, die Spezialabteilungen für Insolvenz- und Sanierungsfälle betreiben. Derzeit wickelt die Bank zum Beispiel den Verkauf der Kaufhauskette Woolworth ab.

Nachfolger von Stafflage bei der UBS wird Eyke Grüning, der derzeit für strukturierte Produkte zuständig ist. Hinzugeholt werden soll zudem ein jüngerer Berufsträger.

Neben Stafflage wechselt noch ein bekannter Wirtschaftsjurist seinen Arbeitgeber. Kolja von Bismarck (50) wechselt von Clifford Chance zu Linklaters, berichtet Juve. Damit verliere Clifford die Leitfigur ihrer Restrukturierungs- und Insolvenzpraxis. Der genaue Zeitpunkt des Wechsels stehe aber noch nicht fest.

Für Clifford ist der Abgang ein schwerer Schlag. Zwar gibt es in der Restrukturierungsgruppe der Kanzlei einen weiteren erfahrenen Partner, Heinz-Günter Gondert, der im Vorjahr etwa den Freistaat Sachsen bei der Risikoabschirmung für die SachsenLB beriet. Gondert begleitete zudem seit 2002 die Bundesdruckerei bei ihrer Privatisierung und dem staatlichen Rückkauf.

Doch in den vergangenen Jahren war es eindeutig von Bismarck, der die Wahrnehmung und das Renommee der Kanzlei in diesem Bereich ausmachte. Bismarck war bis 2004 in Berlin tätig und dann nach Frankfurt gewechselt, kurz bevor Clifford das Büro in der Bundeshauptstadt geschlossen hatte.

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