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Bei den Gehältern zählt die HSH Nordbank noch immer zu den Spitzeninstituten

Diese Farbe hatte man in den Geschäftsberichten der HSH Nordbank schon lange nicht mehr gesehen. Erstmals seit Jahren konnte das krisengeschüttelte Institut schwarze Zahlen schreiben und einen Überschuss von 134 Mio. Euro im dritten Quartal verzeichnen. Dagegen musste die Bank in den ersten neun Monaten des Jahres immer noch einen Verlust von 246 Mio. Euro verkraften, wie aus den jetzt vorgelegten Quartalszahlen hervorgeht.

Für das kommende Geschäftsjahr rechnet HSH Nordbank-Chef Dirk Jens Nonnenmacher sogar mit einem positiven Ergebnis: “Ich bin mir sicher, dass die HSH Nordbank im Jahr 2011 in die Gewinnzone zurückkehren wird.”

Derweil bekommen die Mitarbeiter die Restrukturierung der angeschlagenen Bank am eigenen Leib zu spüren, ohne dabei sehr zu leiden. So verminderte das Institut seit Jahresbeginn seine Mitarbeiterstellen um 5 Prozent auf 3417. Der Personalaufwand für die ersten neun Monate verminderte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum gar um 9 Prozent auf 290 Mio. Euro.

Dennoch dürften die Gehälter der krisengeschüttelten Bank immer noch zu den höchsten unter den Landesbanken zählen. So wandte die HSH Nordbank von Januar bis September durchschnittlich fast 85.000 Euro pro Mitarbeiter auf. Dagegen belief sich dieser Wert bei der BayernLB auf unter 47.000 Euro.

Unterdessen hat sich der Aufsichtsratschef Hilmar Kopper demonstrativ vor den in die Kritik geratenen HSH Nordbank-Chef Nonnenmacher gestellt. “Ihm ist nie verziehen worden, dass er den 2,9 Mio. Euro-Bonus angenommen hat. Er ist hochintelligent und macht einen guten Job. Ohne ihn wäre die Bank nicht da, wo sie jetzt ist”, sagte Kopper.

Die Absetzungsforderungen seitens der Landesregierungen in Hamburg und Kiel bezeichnete der ehemalige Deutsche Bank-Chef als Rachefeldzug der Politik. “Jetzt haben die schon so lange ermittelt und nichts gefunden, jetzt sollen sie mal aufhören”, forderte Kopper. Eine formale Entscheidung über die Absetzung Nonnenmachers wird für die Aufsichtsratssitzung am 2. Dezember erwartet.

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