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Der Letzte macht das Licht aus: Der langfristige Personalabbau bei den deutschen Banken

91.250 Stellen sind in den vergangenen 20 Jahren im deutschen Kreditgewerbe verloren gegangen.

91.250 Stellen sind in den vergangenen 20 Jahren im deutschen Kreditgewerbe verloren gegangen.

Bei der Beschäftigtenzahl im deutschen Kreditgewerbe geht es kontinuierlich abwärts. So purzelte die Mitarbeiterzahl der Branche in 2011 um 0,6 Prozent auf 653.550 Beschäftigte, wie der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGVBanken) jetzt mitteilte. In den zurückliegenden 20 Jahren sind somit 12,3 Prozent der Stellen oder 91.250 Jobs verloren gegangen.

Quelle: AGVBanken

Privatbanken: Großen feuern, kleine heuern

Dabei verlief der Abwärtstrend je nach Bankengattung unterschiedlich steil. Der Rotstift kreiste vor allem bei den privaten Instituten. Dort waren in 2011 noch 187.150 Mitarbeiter beschäftigt, was ein Minus von 1,3 Prozent binnen Jahresfrist bedeutet.  Seit 1991 gingen hier sogar 26,4 Prozent der Arbeitsplätze oder 67.250 Jobs verloren.

Dabei wurde in den zurückliegenden Jahren vor allem bei den Großbanken Stellen abgebaut, was namentlich für die Integration der Dresdner in die Commerzbank gilt. Dagegen würden laut einem Sprecher des AGVBanken die regionalen und kleineren Privatbanken sogar Personal aufbauen.

Quelle: AGVBanken

Öffentliche Banken: Landesbanken und Sparkassen streichen, Förderbanken bauen auf

Im öffentlichen Bankwesen ergibt sich eine Zweiteilung zwischen den Sparkassen auf der einen und den Landes- und Förderbanken auf der anderen Seite. So hat sich die Beschäftigung bei den Sparkassen um 0,9 Prozent auf 245.950 Mitarbeiter verringert. In den vergangenen 20 Jahren gingen hier 12,6 Prozent der Arbeitsplätze oder 35.400 Jobs verloren.

Statistisch gesehen scheinen dagegen die Landes- und Förderbanken wahre Beschäftigungsmaschinen darzustellen. In diesem Bereich legte die Arbeitnehmerzahl in 2011 sogar um 100 Stellen zu. Der Beschäftigungsaufbau seitens der Förderbanken habe hier den Abbau bei den Landesbanken aufgewogen. In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich die Mitarbeiterzahl des Segments sogar um 46,6 Prozent auf 56.600 Beschäftigte erhöht. Allerdings ist diese Zahl mit Vorsicht zu genießen. Denn die Landesbanken hatten in der Vergangenheit verschiedene Sparkassen integriert, was die Statistik verfälscht.

Quelle: AGVBanken

Quelle: AGVBanken

Volksbanken sind zumindest bei der Beschäftigung der Fels in der Brandung

Bei der Mitarbeiterzahl erweisen sich die Volks- und Raiffeisenbanken als vergleichsweise stabil. In diesem Segment legte die Mitarbeiterzahl in 2011 um 500 auf 163.850 Beschäftige zu. Auch der Abbau in den zurückliegenden 20 Jahren fiel mit einem Minus von 3,9 Prozent vergleichsweise moderat aus.

Quelle: AGVBanken

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