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Morgan Stanley entlässt ehemaligen Deutschland-Vorstand Oliver Chappell

Die dritte Kündigungswelle seit Ausbruch der Finanzmarktkrise hat die Banken erreicht. Und jetzt trifft es auch Banker, die jahrelang gute Ergebnisse erzielt haben.

Wie eFinancialCareers aus Finanzkreisen erfuhr, hat die amerikanische Investmentbank Morgan Stanley in Frankfurt jetzt zwei Dutzend Mitarbeiter über alle Bereiche hinweg entlassen.

Der prominenteste Abgang ist sicherlich Oliver Chappell. Der Enddreißiger war erst im Mai 2006 als Leiter für das Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren (“Fixed Income”) in den Vorstand von Morgan Stanley Deutschland berufen und im Mai 2008 als Chef einer europäischen Gruppe nach London entsandt worden.

Brancherkenner können die Entlassung nicht verstehen. “Es hat jemanden getroffen, den es nicht treffen musste”, sagte ein Insider. Chappell habe bis zum Schluss viel Geld für die Bank verdient. Offensichtlich wolle die Bank den “Bonuspool” erleichtern.

Investmentbanker mit Berufserfahrung und Führungsverantwortung bekommen traditionell ein mehrfaches ihres Jahresgehalts am Jahresende als Bonus ausbezahlt.

Ein Morgan-Stanley-Sprecher in London wollte sich zu der Personalie nicht äußern.

Bereits vor zwei Wochen war die Entlassung von Dirk Heß durchgesickert, dem Zertifikate-Experten bei Goldman Sachs in Frankfurt.

Ein Kollege behauptete gegenüber eFinancialCareers zwar, Heß befinde sich derzeit lediglich im Urlaub. Aber zwei Headhunter bestätigten, dass Heß wegen der Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf das Zertifikategeschäft gehen musste. Außerdem wurde sein Name bereits von der Liste der Ansprechpartner für die Presse gestrichen.

Heß hatte sich während seiner Zeit bei der Citigroup von 2002 bis 2002 als “Mister Citiwarrant” einen Namen in der Zertifikate-Branche gemacht und war im September 2002 in den Messeturm zu Goldman Sachs gewechselt.

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