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Genossenschaftsbanken wollen flexible Gehälter

5 Prozent mehr Gehalt für Banker- mit dieser Forderungen will die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di in die Tarifverhandlungen für das deutsche Bankgewerbe gehen. Die Genossenschaftsbanken setzen nun dagegen und fordern mehr Flexibilität.

Der Arbeitgeberverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (AVR), der die deutschen Genossenschaftsbanken in Tarifverhandlungen vertritt, hat der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Anfang Mai ein Angebot über eigene Gehaltstarifverhandlungen unterbreitet.

Das Vorgehen des genossenschaftlichen Arbeitgeberverbandes sei mit den anderen Verbänden abgestimmt, so der AVR, dessen Mitgliedsbanken mit rund 120.000 Tarifangestellten von den drei Bankengruppen die meisten Arbeitnehmer zu tariflichen Bedingungen beschäftigen.

Als Grund für ihren Schritt gaben die genossenschaftlichen Arbeitgeber die Weigerung ver.dis an, die bereits für das Jahr 2005 vereinbarten Verhandlungsverpflichtungen zur Flexibilisierung der tariflichen Vergütungsregelungen zu erfüllen.

Axel Lekies, Vorstandsmitglied der Volksbank Herrenberg – Rottenburg und zugleich Verhandlungsführer der Volks- und Raiffeisenbanken, will nun die Verhandlungen über die angemessene Anhebung der Tarifgehälter im genossenschaftlichen Bankensektor mit den Verhandlungen über die Öffnungsklauseln zur Flexibilisierung des Tarifwerkes verbinden.

“Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass wir für strukturgerechte Regelungen im Sinne einer betrieblichen Öffnung des Tarifwerkes eigene Tarifverhandlungen führen müssen”, schlussfolgert Lekies.

Die am 16. Mai 2006 beginnenden Tarifverhandlungen zwischen ver.di und den deutschen Privatbanken und öffentlichen Banken werden damit wohl ohne die Gruppe der Volksbanken und Raiffeisenbanken beginnen. Einen Gesprächstermin für die separaten Verhandlungen zwischen den Genossenschaftsbanken und der Gewerkschaft gibt es dem AVR zufolge noch nicht.

Die Gewerkschafter von ver.di ihrerseits fordern in der anstehenden Tarifrunde eine Gehaltserhöhung von 5 Prozent für insgesamt rund 400 000 Beschäftigten des Bankgewerbes. Zugleich will ver.di einen Abbau von Stellen in der Branche durch tarifvertragliche Regelungen verhindern.

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