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Capital Group streicht wegen geänderter IT-Strategie fast jede dritte Stelle in Genf

Die US-Investmentmanagementgesellschaft Capital Group will bis zum Jahresende 105 von 350 Stellen in Genf abbauen.

Das Unternehmen wolle die Informationstechnik in den USA konzentrieren, sagte HR-Manager Francois Note zu eFinancialCareers. Deshalb würden in der Schweiz 90 IT- und 15 Support-Stellen gestrichen. Zu den Support-Stellen zählen zum Beispiel die Personalabteilung und andere allgemeine Dienste.

Die ersten Mitarbeiter, vor allem aus dem Support, müssen bereits Ende Februar ihre Schreibtische räumen. Da sich die Umstellung der Informationstechnik länger hinziehen wird, werden die IT-Stellen bis Ende des Jahres gestrichen.

Im Rahmen des obligatorischen Konsultationsprozesses entwickelt Capital Group einen Sozialplan, der laut Note über den statutatorischen Konditionen liegen werde. Dabei hänge die Höhe der Abfindungen von der Qualifikation und dem Dienstalter der einzelnen Mitarbeitenden ab.

Die Firma arbeite eng mit den zuständigen Genfer Behörden zusammen und biete den Betroffenen Unterstützung durch Fachleute, hieß es weiter.

In London – dem zweiten europäischen Standort – setzt das Unternehmen ebenfalls den Rotstift an. Hier müssen rund 80 IT-Mitarbeiter gehen.

Grund für den Stellenabbau sind die im Zuge der Finanzkrise geschrumpften verwalteten Vermögen. In Europa, wo Capital Group im Gegensatz zum US-Heimatmarkt ausschließlich Institutitionelle Investoren betreut, seien die “Assets under Management” im vierten Quartal 2008 auf 36 Mrd. Dollar von 45 Mrd. Dollar im dritten Quartal zurückgegangen.

Capital Group, die weltweit 2.000 IT-Mitarbeiter bei einer Gesamtmitarbeiterzahl von 9.000 beschäftigt, habe daraufhin die Entwicklungsstrategie überdenken müssen.

Dagegen müssen sich die Portfoliomanager und Analysten keine Sorgen um ihre Arbeitsplätze machen. Hier sei kein Stellenabbau geplant, versicherte Note. Andererseits gibt es derzeit aber auch keine Vakanzen. “Wir haben bereits vor sechs Monaten aufgehört zu rekrutieren,” so der Personalchef weiter.

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