OECD-Better Life Index: Selbst Schweizer könnten glücklicher sein

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Dass Geld allein nicht glücklich macht, stellt eine Binsenweisheit dar.  Somit ist auch das Bruttoinlandsprodukt ungeeignet, um die Lebensqualität eines Landes abzubilden. Daher arbeiten Ökonomen seit einiger Zeit an einer Glücksformel, die Kriterien wie Gesundheitszustand, Bildungsniveau, Umwelt und das subjektive Glücksempfinden miteinbezieht.

Auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) arbeitet an einer solchen Glücksformel, die sie als „Better Life Index“ bezeichnet. Der Clou daran: die Leute können die einzelnen Kriterien individuell werten, und sich so ihren persönlichen Glückszustand errechnen lassen. „850.000 Personen aus über 180 Ländern haben bislang teilgenommen“, sagt der stellvertretende Leiter der OECD-Statistikbehörde Paul Schreyer.

Mithin gibt es auch kein einzelnes Land, das als glücklichste Nation aus dem „Better Life Index“ hervorgeht. Doch falls die einzelnen Kriterien durchschnittlich gewertet werden, schneidet die Schweiz nur im oberen Mittelfeld ab.

Demnach sind die Menschen in Australien, Norwegen und den USA am glücklichsten. Etwas schlechter schneiden Schweden, Dänemark und die Schweiz ab. Mithin ist die Lebensqualität in der Schweiz hoch, aber dennoch verbesserungswürdig. Immerhin landete die Schweiz vor den Nachbarländern Österreich und Deutschland. Am unteren Ende finden sich hingegen die Türkei, Mexiko, Chile, Brasilien und Russland.

Allerdings stellt sich die Frage, wie zuverlässig die Daten sind. So wird etwa für die Schweiz ein Haushaltseinkommen von 27.756 US-Dollar veranschlagt, was deutlich hinter den USA mit 37.708 und nur wenig vor Deutschland mit 27.692 Dollar liegt. Besser sieht es hingegen beim gefühlten Glück aus. Denn beim Kriterium Lebenszufriedenheit muss sich die Schweiz lediglich Norwegen und Dänemark geschlagen geben.

Bemerkenswert ist weiter, dass Frauen länderübergreifend besser als Männer abschneiden. Schreyer führt dies darauf zurück, „dass Frauen im Schnitt gesünder sind, ausgeprägtere soziale Bindungen haben und ihre Lebenszufriedenheit subjektiv höher bewerten als Männer.“

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