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Sarasin legt Geschäftszahlen vor: Mitarbeiter verdienen weniger

Das Geschäftsergebnis der Basler Bank Sarasin ist zunächst respektabel. Der Vermögensanlage-Spezialist konnte in 2009 seinen Konzerngewinn um 6 Prozent auf 121,7 Mio. Franken steigern. Das verwaltete Kundenvermögen legte um 34 Prozent auf 93,7 Mrd. Franken zu, wobei der Nettoneugeldzufluss um 18 Prozent auf 12,5 Mrd. Franken wuchs.

Doch die Mitarbeiter schauen in die Röhre. So stieg in dem gleichen Zeitraum der Personalaufwand um 10,7 Prozent auf 358,8 Mio. Franken, während der durchschnittliche Personalbestand um 14 Prozent gestiegen ist. Mithin erhält der einzelne Mitarbeiter für 2009 weniger als im Vorjahr.

Dies legen auch die Kennzahlen pro Mitarbeiter nahe, die Sarasin heute veröffentlichte. Demnach sank der durchschnittliche Personalaufwand pro Mitarbeiter um 3,5 Prozent auf knapp 233.000 Franken. Auch entfiel auf jeden Mitarbeiter ein durchschnittlicher Betriebsertrag von rund 437.000 Franken, was 6 Prozent weniger sind als in 2008.

“Wir sind noch nicht da, wo wir sein sollten”

Laut einem Unternehmensprecher gehen die gesunkenen Personalkosten pro Kopf auf die noch nicht befriedigende Geschäftentwicklung zurück. “Da sind wir noch nicht da, wo wir sein sollten”, hieß es. Entsprechend würden weniger Boni gezahlt.

Die variablen Vergütungsbestandteile bei Sarasin enthalten eine Bar- und eine Aktienkomponente. Die Aktien werden dabei in vier Tranchen über vier Jahre ausgezahlt.

Dabei hänge die tatsächlich Aktienausgabe von der Erreichung von drei Unternehmenszielen ab, die sich an dem Asset under Management, der Cost-Income-Ratio und der Bruttomarge orientieren. Werden diese Ziele beispielsweise nur zu 80 Prozent erreicht, würden auch nur 80 Prozent der Bonusaktien ausgegeben.

Überdies stärkt das Unternehmen seine Position in Asien. “Der Standort Hongkong hat jüngst die Banklizenz erhalten und wird damit zur ersten ausländischen Zweigniederlassung der Bank Sarasin aufgewertet”, hieß es weiter.

Das Basler Bankhaus beschäftigte zu Jahresende 1557 Mitarbeiter und befindet sich mehrheitlich im Besitz der niederländischen Rabobank.

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