CFA, CPM & Co.: Nach welchen Qualifikationen Schweizer Arbeitgeber derzeit suchen

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Ein Studienabschluss stellt heutzutage keine Garantie mehr für einen lukrativen Job in der Schweizer Finanzbranche dar – zumal in dem derzeit für Finanzdienstleister schwierigen Umfeld. Vor allem für die vielen hochdotierten Spezialisten-Funktionen werden regelmässig Zusatzqualifikationen verlangt. Dabei stehen viele Banker vor der Frage, welche der Fortbildungen die beste Karrierechance bieten. Dazu haben wir die aktuellen Stellenanzeigen auf eFinancialCareers.ch gesichtet und die gefragtesten Qualifikationen aufgelistet und erläutert:

CFA: 16 Mal verlangt

Was ist das? Beim Chartered Financial Analyst (CFA) handelt es sich um eine Fortbildung, die ursprünglich in den USA für Analysten und Portfolio-Manager ersonnen wurde. Daher bietet das CFA-Curriculum ein breites Wissen zu Finanzanalyse und Investmenttheorien. Ein CFA ist recht renommiert, da bei den Prüfungen zu jedem der drei Level durchschnittlich 60 Prozent durchfallen.

Für wen ist ein CFA hilfreich? Neben den klassischen Berufsfeldern rund um Research und Asset Management wird der CFA mittlerweile auch in anderen Berufsfeldern  wie Risikoanalyse und Wealth Management gern gesehen.  Die Fortbildung kostet nur wenige hundert US-Dollar, ist aber recht anspruchsvoll und damit zeitaufwendig.

MBA: 8 Mal verlangt

Was ist das? Bei einem Master of Business Administration (MBA) handelt es sich um einen höheren akademischen Abschluss, in dem vor allem theoretische und praxisnahe Kenntnisse zum modernen Management vermittelt werden. Das Renommee eines MBA-Titels hängt indes entscheidend von der jeweiligen Business School ab, an der er erworben wurde. In der Schweiz sind vor allem das IMD in Lausanne sowie die Hochschule St. Gallen angesehen.

Für wen ist ein MBA hilfreich? Ein MBA bereitet für Management und Führungsaufgaben vor, dagegen spielen Fachkenntnisse – wie z.B. in Finance – eine untergeordnete Rolle.

PhD / Promotion: 5 Mal verlangt

Was ist das? Eine Promotion stellt – abgesehen von einer Habilitation – den höchsten akademischen Abschluss dar. Ein Absolvent muss hierfür eine bedeutende wissenschaftliche Leistung erbringen, was oftmals eine mehrjährige Arbeit bedeutet.

Für wen ist eine Promotion hilfreich? In vielen Chefetagen in der Schweiz sind bis zum heutigen Tage zahlreiche Manager mit Doktor-Titel vertreten. Der Siegeszug der Master-Titel wie dem MBA in Europa könnte dies jedoch in Zukunft verändern. Bei ausgeschriebenen Stellen wird heute ein PhD regelmässig für Positionen verlangt, in denen herausragende quantitativ-mathematische Kenntnisse erforderlich sind.

CPA: 5 Mal gefragt

Was ist das? Beim Certified Public Accountant (CPA) handelt es sich um eine Fortbildung zu den US-Rechnungslegungsstandards GAAP, an die auch die internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS angelegt sind.

Für wen ist ein CPA geeignet? Wer in den Bereichen Rechnungswesen oder Wirtschaftsprüfung in einem internationalen Kontext Karriere machen möchte, muss sich in IFRS auskennen. Mithin kann hier ein CPA hilfreich sein.

AZEK / CIIA: 4 Mal verlangt

Was ist das? Der Certified International Investment Analyst (CIIA) wird in der Schweiz von der AZEK angeboten. Ähnlich wie beim CFA werden hier breite Kenntnisse in Finanzanalyse und Investment-Theorien vermittelt. Die Kosten und die Erfolgschancen fallen beim CIIA jedoch deutlich höher aus.

Für wen ist der CIIA geeignet? Nominell richtet sich der CIIA an die gleiche Zielgruppe wie der CIIA. Da er allerdings nicht ganz so renommiert ist, spielt er oftmals in Middle- und Backoffice-Positionen eine grössere Rolle.

MSc: 4 Mal verlangt

Was ist das? Ein Master of Science (MSc) ist ein weiterführenden Studienabschluss, der normalerweise für mathematisch-naturwissenschaftliche Studiengänge verliehen wird. Aus diesem Grund zählt auch ein Master of Finance üblicherweise zu den MSc.

Für wen ist ein MSc hilfreich? Ein solcher Abschluss wird oft für Positionen verlangt, in denen entweder profunde Finance-, IT- oder aber mathematische Kenntnisse erforderlich sind. Die Kosten für einen MSc fallen üblicherweise geringer aus als für einen MBA. Darüber hinaus wird ein MSc zumeist direkt nach einem Bachelor angestrebt.

CAIA: 4 Mal verlangt

Was ist das? Ein Chartered Alternative Investment Analyst (CAIA) ähnelt einem CFA, vermittelt jedoch Analyse- und Investment-Kenntnisse speziell für alternative Investments. Da diese Fortbildung aus den USA stammt, zählen hierzu nicht nur Hedgefonds und Private Equity-Fonds, sondern auch Immobilienfonds.

Für wen ist ein CAIA hilfreich? Wer bei Hedgefonds und anderen alternativen Anlageformen in der Schweiz arbeiten möchte, dürfte mit einem CAIA gut bedient sein. Oftmals verfügen indes CAIA-Absolventen bereits über einen CFA.

FRM: 2 Mal verlangt

Was ist das? Beim Financial Risk Manager (FRM) handelt es sich um eine internationale Fortbildung für Risikomanager.

Für wen ist ein FRM hilfreich? Nach der Finanzkrise ist die Nachfrage nach Risikomanagern steil angestiegen. Um hier einen Job zu erhalten, kann ein FRM hilfreich sein.

ACCA: 2 Mal verlangt

Was ist das? Eine Fortbildung der Association of Chartered Certified Accountants (ACCA) vermittelt Kenntnisse über die internationale Rechnungslegung.

Für wen ist ein ACCA geeignet? Der ACCA kann Buchhaltern (Accountants), Wirschaftsprüfern (Auditors) sowie Controllern bei der Jobsuche in einem internationalen Umfeld weiterhelfen.

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