Der neue UBS-Chef muss den Personalabbau vorantreiben

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Der überraschende Wechsel an der UBS-Spitze ist von Analysten, aber auch Arbeitnehmervertretern wohlwollend aufgenommen worden.

Mit dem früheren Credit-Suisse-Chef Oswald Grübel übernehme ein sehr erfahrener und erfolgreicher Manager das Ruder bei der grössten Schweizer Bank, lobte der Präsident des Kaufmännischen Verbandes (KV) Schweiz, Mario Fehr. Der Funktionär nahm zugleich die Bankmitarbeiter in die Pflicht.

Um eine wirkliche Wende zu schaffen, brauche es eine gemeinsame Anstrengung des

Personals aller Stufen, so der Nationalrat weiter. Dieses sei das wirkliche Kapital der UBS, das jetzt nicht durch weitere Abbaupläne verunsichert werden dürfe. Die UBS müsse im Gegenteil mehr denn je auf die Kompetenz ihres Personals setzen. "Allfällige Überkapazitäten sind deshalb mit Pensenreduktionen oder mit Um- und Weiterbildung und nicht mit Stellenabbau zu bewältigen", sagte Fehr.

In einer Email an die 25.000 Mitarbeiter in der Schweiz stellte der 65jährige aber bereits indirekt klar, dass vor allem die Belegschaft zu Opfern gezwungen wird. Die Bank werde um "erhebliche Kosteneinsparungen" nicht herumkommen, so Grübel.

Die Analysten von Merrill Lynch erinnern daran, dass der Deutsche als Credit-Suisse-CEO grossen Wert auf das Ausschöpfen von Synergien zwischen Investmentbanking und Privatkundengeschäft gelegt habe. Für die UBS erwarten die Experten deshalb nun ein ähnliches Geschäftsmodell.

Da Grübel seinerzeit ausserdem ein Befürworter des Verkaufs der Versicherungstochter Winterthur gewesen sei, seien Verkäufe von Nicht-Kerngeschäften der UBS nicht ausgeschlossen.

Sollte es dem aus dem Ruhestand geholten Topbanker aber nicht gelingen, Vertrauen wiederherzustellen, dann droht der UBS die Verstaatlichung, sagt Bernhard Bauhofer. Das Glanzunternehmen, das die UBS lange war, wäre dann tot, weiss der Reputationsexperte von der Agentur Sparring Partners. Die UBS werde darum nicht um eine massive Redimensionierung herumkommen. In fünf Jahren werde die Bankenlandschaft in der Schweiz komplett anders aussehen, sagt Bauhofer voraus.

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