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Weniger Boni für Schweizer Banker

Die Kreditkrise wächst sich zwar nicht zur Bonuskrise aus, doch es wird abgespeckt.

Insgesamt dürften für 2007 zwischen 10 und 20 % kleinere Boni ausbezahlt werden als im Vorjahr, meint Klaus Biermann von Smith & Jessen Headhunters in Zürich. Im Investmentbanking werden die Boni bei den verbleibenden Beschäftigten um sogar mindestens 50 % sinken, erwartet Stephan Surber von Michael Page International.

Hingegen dürften im Private Banking wieder 100 bis 200 % Erfolgshonorare auf die Basisgehälter gezahlt werden. Strikt nach Performance könnten die Mitarbeiter im Asset Management, im Private Banking und im Investmentbanking bei den strukturierten Produkten am meisten erwarten. Und für Privatbanker gibt es mehr als für die Grossbanker, so Surber.

Ein befragter CS-Banker erinnert sich, dass während der schweizerischen Immobilienkrise der 90er Jahre die Boni sogar ganz wegfielen. Davon ist heute nicht die Rede. Selbst die Investmentbanken an der Wall Street werden für 2007 durchschnittlich 8 % grössere Boni zahlen. Einzelne Mitarbeiter im Investmentbanking könnten diesmal allerdings leer ausgehen, so Biermann.

Dass die Mitarbeiter aus dem Private Banking für die Sünden ihrer Kollegen aus dem Investmentbanking büssen, dürfte nur bei der UBS tendenziell der Fall sein. Zu deutlich sind die Grossbanken hierzulande auf die Diversifizierung angewiesen und der Talentpool ist schmal. Zudem sollten die Schweizer Privatbanken in diesem Bereich besser gearbeitet haben.

Da überlegt sich ein Kundenberater schon einen Stellenwechsel. Dass er gleich auch seine Kunden mitzieht, ist allerdings unwahrscheinlich, meint Biermann. Denn diese seien auch mit den anderen Dienstleistungen der Bank stark vernetzt.

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