Bei Vontobel weinen nur die Investmentbanker

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Bei Vontobel klingelt die Kasse. Das Zürcher Bankhaus konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Vorsteuergewinn um 14 Prozent auf 173,1 Mio. Franken steigern, wie aus den am heutigen Mittwoch (23. Februar) vorgelegten Geschäftszahlen hervorgeht. Der Nettoneugeldzufluss belief sich auf 5,5 Mrd. Franken.

Der Löwenanteil des Vorsteuergewinns entfiel auch in 2010 mit 115,5 Mio. Franken auf das Investmentbanking, was jedoch ein Minus von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Dennoch hat Vontobel seine Personalstärke sogar um 5 Prozent auf 341,6 Stellen gesteigert. Das schwächere Ergebnis schlägt indes auf die Mitarbeiterportemonnaies durch. So wandte das Institut für jeden Investmentbanker durchschnittlich gut 303.000 Franken auf, was einem Absturz von 22,7 Prozent gegenüber 2009 gleichkommt.

Dagegen durften die Asset Manager strahlen. Der Vorsteuergewinn in diesem Geschäftsbereich legte um 61 Prozent auf 50,6 Mio. Franken zu, woran auch die Mitarbeiter partizipierten. Der Personalaufwand pro Kopf stieg um 14,3 Prozent auf gut 342.000 Franken, womit die Asset Manager bei Vontobel üppiger entlohnt wurden als die Investmentbanker.

Im Private Banking konnte Vontobel den Vorsteuergewinn sogar um 129 Prozent auf 48,5 Mio. Franken steigern. Für die Mitarbeiter liess das Unternehmen durchschnittlich fast 260.000 Franken springen, was stolze 21 Prozent mehr als im Vorjahr sind. Bei der Integration der Schweizer Commerzbank-Tochter wurden indes reichlich Leute vor die Tür gesetzt. So verringerte sich der Personalstand im Private Banking um 14 Prozent auf 347,7 Stellen. Dagegen legte die Zahl der Kundenberater um 8 Prozent auf 183,3 Stellen zu.

Auch die Mitarbeiter des Coporate Centers durften sich über eine Gehaltserhöhung freuen. So stieg der durchschnittliche Personalaufwand in der Infrastruktureinheit um 7,3 Prozent auf gut 272.000 Franken.

Die Gesamtzahl der Mitarbeiterstellen verringerte sich durch die Integration der Commerzbank (Schweiz) marginal auf 1346. Laut einem Banksprecher werde Vontobel tendenziell eher weiter Personal aufbauen. Auch eine Akquisition schloss der Banksprecher nicht aus.

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