☰ Menu eFinancialCareers

Ist der anhaltende ‘Brain Drain’ von der neuen UBS-Spitze gewollt?

Das fragen sich sicher viele. Denn inzwischen vergeht kaum noch ein Tag, ohne dass irgendwo auf der Welt eine Bank den Zugang eines UBS-Bankers meldet. Da darf man schon die Frage stellen: Wie lange kann das noch gut gehen – oder wird dieser abrupte Massenabfluss von Wissen und Qualifikation am Ende vom neuen UBS-Chef Oswald Grübel forciert?

Inzwischen verliert die Bank nicht nur einzelne Manager, die offenbar nicht mit dem Führungsstil von Grübel klarkommen, oder die vom neuen Vorstandschef als zu leicht befunden wurden.

Nun gehen gleich ganze Teams von der Fahne. Als vorläufig letzte Investmentbank hat sich Jefferies in den USA bedient und ein Gruppe von “Quantitative”-Strategen abgeworben, darunter den Finanzmathematiker Jatin Suryawanshi, der zuvor bei der UBS das Algorithmic Trading in den USA leitete.

Die Investmentbank Morgan Stanley wiederum verstärkt ihr Lateinamerika-Team mit zwei UBS-Bankern, die künftig ein Team für institutionelle Ultra-High-Net-Worth-Kunden in Florida und Lateinamerika leiten sollen. UBS muss damit rechnen, dass schon bald weitere Mitarbeiter aus diesem Bereich gehen werden.

Vivella war neun Jahre lang bei der UBS als Managing Director tätig und gehörte zum erlesenen Kreis des Global Circle of Excellence. Auch Arriola verbrachte als Senior Vice President die letzten neun Jahre bei der UBS.

Meist wechseln mit den Beratern auch die Kunden die Bank. Weitere personelle Abgänge führten zwar zu Kosteneinsparungen und verhindern eventuell künftige Entlassungen. Doch die Kehrseite der Medaille ist der Geschäftsausfall, der durch die fehlenden Kundenvermögen produziert wird.

Kommentare (0)

Comments

Ihr Kommentar wird gerade geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung wird es live gestellt.

Antworten

Pseudonym

E-Mail

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier