Gros der Private Banker mit Job zufrieden

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Die Mehrheit der Privatkundenbetruer mag ihren Job.

Laut einer Studie ist die überwiegende Mehrheit der Private Banker mit ihrer Arbeit zufrieden. ComPeer und WealthBriefing hat weltweit Private Banker befragt, von den berücksichtigten 333 Antworten kamen 22 % aus der Schweiz.

Demnach ist die Zufriedenheit mit dem Job unter den Private Bankern weltweit vergleichsweise hoch. Gegen 70 % aller Befragten sind zufrieden bis sehr zufrieden mit ihrer Arbeit. Immerhin aber bleibt noch Platz für mehr als ein Viertel, die lediglich mässig bis gar nicht zufrieden mit ihrem Arbeitsplatz sind.

Diese letztere Gruppe ist meist mehr als fünf Jahre im gleichen Unternehmen und hat bereits mindestens einmal die Stelle gewechselt. Sollten sie sich zu einem Wechsel in ein ähnliches Unternehmen entschliessen, glauben sie 25 bis 50 % der betreuten Kundenvermögen mitnehmen zu können.

Im Fokus der Arbeitgeberbewertung stehen dabei die administrativen Abläufe beim Arbeitgeber und die faire Vergütung. Am meisten Kritik wurde von den unzufriedenen Private Bankern an der Geschäftsstrategie und dem Führungsstil ihrer Arbeitgeber geübt.

Lebhafter Wechsel

Generelle Zufriedenheit beobachtet auch Roland Staub von der Corporate Management Selection aus Zürich. Die derzeit eher lebhafte Wechselaktivität der Private Banker auf dem Platz Zürich geht auf die hohe Nachfrage und die immer besseren Angebote zurück. Allerdings ist Staub der Meinung, dass die Private Banker bei einem Wechsel deutlich weniger als 25 bis 50 % ihrer Assets mitnehmen.

Jedoch gibt es Faktoren, die immer wieder zu Unzufriedenheit bei den umworbenen Privatkundenbetreuern führen. Dies ist zum einen eine zu starke administrative Belastung, die vor allem bei grösseren Banken mit umfangreichen und sitzungsintensiven Strategieprojekten vorkommt.

Die hiervon betroffenen Berater gehen gern zu kleineren Instituten, wo die organisationsinternen Wege kürzer und direkter sind. Ausserdem schätzen es die sehr selbstständig arbeitenden Private Banker nicht, wenn ihnen der Chef zu viel hineinredet.

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