CEOs ins kalte Wasser geworfen

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Neu verpflichtete CEOs müssen sich oft selbst im neuen Unternehmen zurechtfinden.

Laut einer Studie der Personalberatung Egon Zehnder erhalten CEOs von den Firmen keine Roadmap, um sich auf die neue Rolle einzustellen. Keiner der Befragten erlebte eine Art Einführungsprogramm. Auf der anderen Seite war aber auch fast keiner der Firmenlenker der Meinung, dass es eine spezielle Vorbereitung für die erfolgreiche Übernahme der Rolle gebraucht hätte.

Für die Studie "Financial Services Survey: The First Three Months as CEO" wurden weltweit 60 Führungskräfte des Finanzdienstleistungssektors befragt. Zum Zeitpunkt der Umfrage betrug die durchschnittliche Amtsdauer zwei Jahre.

Von den Firmen waren 30 lokal aktiv, 15 hatten ein regionales Geschäftsfeld und 24 gehörten zu den Global Playern. Ein Drittel der CEOs führte mehr als 2000 Mitarbeiter; 90 % der Unternehmen waren börsenkotiert. Die Anforderungen bei Stellenübernahme waren für 44 % ein Turnaround, für 36 % ging es um Wachstum und Innovation und nur 20 % sollten die Firma wie bisher weiter führen.

Erste drei Monate entscheidend

Die Zehnder-Fachleute kommen zum Schluss, dass die neuen CEOs binnen weniger Wochen die Fundamente für den Erfolg legen müssen. Entscheidend seien die ersten drei Monate und nicht die anschliessenden Jahre.

Dabei bleibt die Analyse des menschlichen Umfeldes oftmals vernachlässigt. Die meisten befragten CEOs stellten rückwirkend fest, dass sie in den ersten drei Monaten mehr Zeit auf die Analyse des Topmanagements der neuen Firma hätten verwenden sollen.

Auch beim Aufbau der Kommunikation mit dem Verwaltungsrat machte man Nachholbedarf aus. Ein italienischer CEO sagte es so: "Am Anfang müssen Sie nicht alles wissen. Nehmen Sie sich Zeit, Fragen zu stellen. Sie bekommen keine zweite Chance, wenn Sie nicht ein bisschen naiv schauen".

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