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Gewerkschaft kritisiert Gehaltsplus für britische und amerikanische UBS-Banker

Der Schweizerische Bankpersonalverband (SBPV) verurteilt die exzessiven Lohnerhöhungen, die die UBS Investmentbankern in den USA und in Grossbritannien versprochen hat.

Nachdem die Bank ein Rekord-Defizit und eine massive Kündigungswelle in der ganzen Welt angekündigt hat, ist äusserste Zurückhaltung auf allen Ebenen und auf der ganzen Welt angebracht, teilte die Gewerkschaft mit und erinnerte daran, dass die UBS nur dank öffentlicher Gelder gerettet worden sei.

Deshalb habe die Finanzaufsichtsbehörde Finma von der UBS Einschränkungen in der Lohn- und Bonuspolitik verlangt. Dass nun jedoch zugunsten des Top-Managements die Bonusreduktion mit einer durchschnittlich 50%-igen Lohnerhöhung wettgemacht werden soll, sei eine “Provokation gegenüber der Bevölkerung und den Bankangestellten, welche nicht im Top-Management tätig” seien.

Die von den Banken verursachte Finanzkrise sei der Grund für die hohe Arbeitslosigkeit. Die daraus resultierenden staatlichen Defizite müssen nun von den Steuerzahlern und den Angestellten berappt werden.

Die Gewerkschaft erinnert daran, dass die UBS weltweit mehr als 8.500 Stellen abbauen will, davon 2.500 in der Schweiz. Die sozialen Auswirkungen dieser Massnahme seien sowohl für das Personal als auch für die Gesellschaft äusserst gravierend.

Um Kündigungen zu verringern, biete die UBS den Angestellten die Möglichkeit, ihre Solidarität durch Arbeitszeitreduktion und entsprechende Lohnreduktion zu beweisen. Dies sei jedoch blanker Hohn, wenn gleichzeitig dem Top-Management, das ohnehin schon einen sehr hohen Lohn bezieht, nun noch mehr geboten wird, und dies mit der Begründung, dass dies als Kompensation wegen der fehlenden Boni zu betrachten sei.

Die Managerlöhne sind in den USA und Grossbritannien total ausser Kontrolle geraten. Der Markt ist offenbar nicht in der Lage, diese Exzesse zu korrigieren. Hier sind Massnahmen dringend notwendig. Alle Banken sollten sich zu ethischen Regeln verpflichten müssen, auch in der Lohnpolitik, forderte der SBPV.

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