Bei der Bezahlung hängen die Schweizer Grossbanken die globale Konkurrenz ab

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Bei der Bezahlung lassen sich Credit Suisse und UBS nicht lumpen. Denn nach der Auswertungen der Geschäftsberichte für 2010 der meisten globalen Grossbanken schieben sich die beiden Schweizer Institute ganz nach vorne. So wandte die Credit Suisse in 2010 pro Mitarbeiter durchschnittlich 291.000 und die UBS 263.000 Franken auf.

Lediglich die US-Investmentbank Goldman Sachs zeigte sich mit umgerechnet 417.000 Franken noch spendabler. Allerdings ist die Wall Street-Grösse hauptsächlich im Investmentbanking und Asset Management tätig, während die Credit Suisse und UBS auch noch stark im Private Banking und im Retailgeschäft vertreten sind. Da dort die Gehälter ungleich geringer ausfallen, wird das Bild verfälscht.

So blätterte die UBS für ihre Investmentbanker stolze 400.000 Franken und für ihre Investmentbanker und 319.000 Franken für ihre Asset Manager auf den Tisch. Die Credit Suisse zahlte für ihre Investmentbanker durchschnittlich 388.000 und für ihre Asset Manager 373.000 Franken. Dagegen strichen die Private Banker bei der UBS pro Kopf rund 205.000 und bei der Credit Suisse etwa 185.000 Franken ein.

Quelle: Geschäftsberichte / Reuters

Ein Blick auf die restliche Tabelle belegt, dass Arbeitgeber auch wesentlich zugeknöpfter sein können. So zahlte die Deutsche Bank für jeden ihrer Beschäftigten umgerechnet nur rund 162.000 Franken, womit der Branchenprimus aus dem Land der Luxuslimousinen gerade einmal als Mittelklassewagen durchgeht. Ähnlich sieht es für die britische Barclays Bank mit umgerechnet 125.000 Franken aus. Im Tabellenkeller bewegen sich die spanischen Retailriesen Santander mit 68.000 und BBVA mit 59.000 Franken.

Dabei dürfte die glänzende Stellung von Credit Suisse und UBS zumindest teilweise dem starken Franken geschuldet sein. Denn ein Grossteil der Mitarbeiter wird in harter Währung und nicht in Euro, Dollar oder gar Pfund bezahlt. So legte der Franken gegenüber der US-Währung um 11 Prozent auf 1,07 Dollar zu und gegenüber der Gemeinschaftswährung sogar um stolze 19 Prozent auf 0,80 Euro.

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